Wutöschingen Das Kinderbetreuungshaus „Villa Kunterbunt“ platzt aus allen Nähten

Das Kinderhaus "Villa Kunterbunt" braucht mehr Platz. Für über Dreijährige soll ein weiterer Gruppenraum geschaffen werden.

Das Kinderbetreuungshaus „Villa Kunterbunt“, das nach eiliger Bauphase im März 2014 in Wutöschingen in Betrieb ging, erfreut sich bester Resonanz. Es gibt vier Gruppenräume für Kinder unter drei Jahren mit maximal 48 Plätzen und zwei Gruppenräume für Kinder über drei Jahre mit maximal 56 Plätzen. Die Plätze sind alle belegt und durch den Übertritt aus der U-drei-Phase in die Ü-drei-Phase fehlen für Kinder, die neu angemeldet werden, die nötigen Betreuungsplätze.

Für die Gruppenräume der Kleinkinder gab es zur Zeit der Bauphase eine staatliche Finanzförderung von 480 000 Euro. Für den Zeitraum 2017 bis 2020 wurde das Bundesinvestitionsprogramm zur Kinderbetreuung jedoch geändert und nun gibt es auch einen Zuschuss für die Einrichtung von Betreuungsgruppen für Kinder über drei Jahren bis zum Schuleintritt. Für diese Gruppen wird jeweils ein Zuschuss von 120 000 Euro gewährt. In der jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Frage, ob das Kinderhaus um eine weitere Gruppe für über Dreijährige erweitert werden soll.

Besonders die Ganztagsbetreuung und die Flexibilität bei den verlängerten Öffnungszeiten ermöglicht den jungen Familien viel Spielraum.
Besonders die Ganztagsbetreuung und die Flexibilität bei den verlängerten Öffnungszeiten ermöglicht den jungen Familien viel Spielraum. | Bild: Heidrun Glaser

Nicole Elsässer, Leiterin der Einrichtung, erklärte dem Gremium, warum sich viele Eltern bewusst für das Kinderhaus Villa Kunterbunt entscheiden. Besonders die verlängerten und flexiblen Betreuungszeiten im Bereich der Ganztagesbetreuung mit Mittagsverpflegung sind für viele Eltern ein wichtiger Entscheidungsgrund, ihren Nachwuchs in dieser Einrichtung anzumelden. Auch die Tatsache, dass aus den vier Kleinkindgruppen fast alle Kinder in den Ü-drei-Bereich wechseln und somit in der Villa Kunterbunt bleiben, macht deutlich, dass bereits jetzt 16 Plätze fehlen und für Neuanmeldungen aus Familien, die in die Gemeinde zuziehen, gar keine Reserven mehr geboten sind.

Einige Gemeinderäte vermuteten hinter dem Erweiterungsgedanken eine bewusste Lenkung von Kindern aus den anderen Ortsteilen. Bürgermeister Georg Eble widersprach und erklärte: „Eltern lassen sich überhaupt nicht vorschreiben, in welcher Einrichtung sie ihre Kinder anmelden. Sie entscheiden nach den für ihren Familienalltag wichtigen Kriterien und da spielt die Ganztagesbetreuung oft eine große Rolle.“ Um das fehlende Platzangebot derzeit auszubalancieren, wurde bereits übergangsweise ein Gruppenraum umgestaltet, um diesen für über Dreijährige zu nutzen. Die Kleinkinder wurden umverteilt. Nun sind aber auch diese Gruppen alle am Limit, sodass dringend der vierte Gruppenraum für die Kleinen wieder frei werden müsse. Es sei also zwingend notwendig, einen dritten Gruppenraum für die über Dreijährigen zu schaffen, da laut den errechneten Übergangszahlen bereits im nächsten Sommer zwischen 23 und 29 Plätze fehlen würden.

Für die aktuelle Situation soll vorübergehend Platz im Werkatelier und im Mehrzweckraum geschaffen und für die Einrichtung das nötige Mobiliar angeschafft werden. Ebenso die Ergänzung an Geschirr im Küchenbereich. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 14 500 Euro, die jedoch außerplanmäßig zu Buche schlagen, da sie nicht im Haushalt vorgesehen sind. Um eine sinnvolle Dauerlösung zu erreichen, soll die Möglichkeit für einen Anbau an das bestehende Kinderhaus planerisch erörtert werden, dafür wurde das Architekturbüro Harald Jäger beauftragt.

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