Was haben eine einsame Ziege, deutsche Nacktwanderer in den Schweizer Bergen und Wasser auf dem Mars miteinander zu tun? Eine ganze Menge. Zumindest, wenn es nach Thomas Lötscher alias Franz-Xaver oder auch kurz: „Veri“ geht. Der etwas linkische, aber liebenswerte Schweizer Gemeindemitarbeiter im besten Alter weiß, wovon er spricht, wenn er aberwitzige Zusammenhänge geschickt und voller Pointen miteinander verknüpft.

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Mit seinem Programm „Typisch Verien“ brachte der Schweizer Kabarettist seine gesamte Urlaubswelt auf die Bühne der Ofteringer Klosterschüer. Und darüber hinaus gleich auch alles andere, was in der Welt – und auf dem Mars – gerade so los ist. Denn mit dabei hatte Veri nicht nur seinen original Swissair-Trolley voller Souvenirs, Reiseführer und funktionstüchtiger Schwimmweste, die er später mit einem Knall vorführte. Alles günstig erstanden, denn die von der Swissair seien „gegroundet“ – und das schon 14 Jahre länger als Air Berlin, so Veri: Tja, „Wer hat’s erfunden?“ Unfertige mallorquinische Hotels sind für den Vielreisenden bei 35 Franken pro Flug keine Mängel, sondern Abenteuer. Da gehören gebrochene Beine nach einem Balkonsturz einfach dazu. Und da man auf dem bekanntermaßen sandigen Mars nun Wasser gefunden haben will, wundert sich Veri, warum man dort dann noch kein deutsches Strandtuch gefunden hat.

Rund 200 Besucher haben Spaß

Was wie ein wildes Durcheinander verschiedenster Erzählstränge klingt, ist es auch. Der Schweizer Kabarettist aber versteht es, sie authentisch aufzudröseln und daraus ein geradezu spannendes, charmant politisch unkorrektes Netz des Humors zu stricken. Regelmäßige Lachanfälle und Szenenapplaus konnte er damit jedenfalls gut einfangen. Die rund 200 Besucher in der Klosterschüer hatten ihre helle Freude an all den deutschen und schweizerischen Stereotypen, die ihnen Veri mit einem Augenzwinkern vor die Nase hielt.