Es braucht den inneren Antrieb und Kampfgeist, um etwas zu bewegen. Diesen Willen wachzurütteln, das hatte sich der Vorsitzende des SV Ewattingen für die Hauptversammlung vorgenommen. Stefan Kech, Vorsitzender des SVE, bezeichnete das Vorjahr als „schwieriges Jahr“. Sein Anliegen sei es heute, die Mitglieder wachzurütteln. Dies solle ein „Hallo-Wach-Abend“ sein. Denn, so betonte er, „es wurde zwar viel geleistet, aber es muss nun ein Signal gesetzt werden“. Dem Verein mangele es derzeit an einem Wir-Gefühl.

Das könnte Sie auch interessieren

Schriftführer Frank Grieshaber las die Statistik des Vereins vor und berichtete über die Vereinsaktivitäten. Derzeit zählt der SVE 370 Mitglieder. Die erste Mannschaft spielt in der Kreisliga B und steht dort auf dem 7. Tabellenplatz mit 21 Punkten. Die zweite Mannschaft steht in der Kreisliga C auf dem 10. Platz mit 2 Punkten. 2018 wurden 102 Trainingseinheiten durchgeführt. Christoph Rendler nahm an 93 Einheiten teil und steht somit an erster Stelle der Trainingsliste. Leonard Riester absolvierte 91 Einheiten und Antonius Riester 90 Einheiten. Durchschnittlich nahmen 67 Prozent der Spieler an einer Trainingseinheit teil. Nach wie vor fehlt ein Schiedsrichter im Verein. Frank Grieshaber appellierte nochmals an alle jungen Spieler, an einer Schulung zum Schiedsrichter teilzunehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Kassenbericht von Kassiererin Maria Vetter erwies sich als umfangreich. Mit den Einnahmen am Dorffest war man sehr zufrieden. Ein Kredit für die Photovoltaikanlage und ein weiterer Kredit für den Umbau des Clubhauses sind derzeit noch offen. Alex Riester und Arnold Baumgärtner prüften die Kasse. Nach der Entlastung wurden beide erneut für das kommende Jahr zu Kassenprüfern ernannt. Der Vorsitzende des SVE nutzte nun die Gelegenheit, um allen Helfern und Funktionären mit einem Präsent Danke zu sagen, ehe Trainer Arvin Davitian von seiner Arbeit berichtete.

Trainer geht nach Schweninngen

Seit einem Jahr und drei Monaten trainiert er die erste und zweite Mannschaft des SVE. Er sei gerne in Ewattingen gewesen, doch nun möchte er den Verein verlassen, um in seinem Wohnort Schwenningen als Trainer zu wirken. Mit dem Training zeigte er sich zufrieden. Die Spieler haben sich in seinen Augen gut entwickelt. Außerdem lobte Davitian das Gemeinschaftsgefühl in den Mannschaften. Durchschnittlich haben etwa 15 Spieler an einer Einheit teilgenommen. Die Rückrunde sei leider nicht gut verlaufen, da man nur acht Wochen Vorbereitungszeit hatte, und da der Verein viele junge Spieler mit noch wenig Erfahrung habe. Mit dem Tabellenplatz sei er nicht zufrieden. Dennoch dankte er den Mannschaften für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit und für die gute Aufnahme als Trainer.

Stefan Kech ging in seinem Bericht zunächst auf die sportliche Ebene ein. Er stimmte dem Trainer zu, dass die Spieler in den Mannschaften sich weiter entwickeln müssten. Der ersten Mannschaft sprach er ein Lob für den relativ guten Tabellenplatz aus. Man müsse schließlich die Gegebenheiten und Mittel des Vereins in das Ergebnis mit einbeziehen.

Trainersuche schwierig

Die erneute Trainersuche gestaltet sich bereits jetzt als schwierig. Da derzeit drei gute Spieler pausieren und der zweiten Mannschaft nach Absage dreier Spiele die Abmeldung droht, appellierte Stefan Kech an alle Spieler, ihr vollstes Engagement zu zeigen. In einem nahtlosen Übergang richtete er daraufhin seinen Appell an alle Vereinsmitglieder. Alle sollten aktiver werden. Gerade was die Organisation von Aktivitäten anbelangt, beklagte er eine Trägheit und einen mangelnden Antrieb. Für das kommende Jahr steht nun der Anschluss des Clubhauses an das Breitbandnetz an und die Erneuerung der Lüftung in den Duschkabinen. Für das große Spielfeld möchte man sich eine Beregnungsanlage anschaffen. Außerdem soll der Kabinentrakt erneuert und die Festhütte im Außenbereich neu verkleidet werden. Vor dem Clubhaus möchte man zwei Unterstellplätze aufstellen und die Website des Vereins bedarf einer Generalüberholung. Im Jahr 2020 feiert der Verein sein 70-jähriges Bestehen mit einem Fest. Mit 100 Prozent der Stimmen wurde Stefan Kech wieder zum Vorsitzenden gewählt. Dieses Ehrenamt als Vorsitzender hat er bereits seit 20 Jahren inne.