Was vor 50 Jahren am 24. Mai 1969 mit der Gründung eines eigenen Ortsvereins in Ewattingen begann, entwickelte sich zu einem anerkannten und starken Verein. Heute ist das DRK Wutach ein angesehener Verein, der über die Gemeindegrenzen hinaus geschätzt wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Nachdem Oskar Rohr sein Amt als Bereitschaftsführer 1983 aufgegeben und Otto Heuß seine Tätigkeit als Ausbilder beendet hatte, absolvierten Arnold und Lothar Schmidt 1985 einen Lehrgang zum Erste-Hilfe-Ausbilder. Willi Hofbauer und Lothar Schmidt ließen sich zudem zu Ausbildungssanitätern im Rettungsdienst ausbilden. Am 16. Mai 1985 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus mit eigenem DRK-Raum eingeweiht. Nach und nach konnte sich der Verein eigene Materialien und Geräte anschaffen. Die Schulungen, die der Verein in der Ersten Hilfe anbot, fanden nach wie vor im Rathaus statt.

Einsätze nehmen zu

Nachdem 1987 Bereitschaftsarzt Hermann Behr bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt war, trat Georg Brecke aus Bonndorf seine Stelle an. Am 2. Oktober 1989 fand mit dem DRK-Ortsverein Bonndorf und der Feuerwehr Ewattingen eine erste Nachtübung in der Wutachschlucht statt. Im November wurde abermals eine Übung mit der Feuerwehr Ewattingen absolviert. Über zwei Kilometer musste der Rettungsschlitten Akia zum Hubschrauberlandeplatz transportiert werden. Ab 1991 nahm die Zahl der Einsätze in der Wutachschlucht stark zu, so verzeichneten es die Vereinsbücher. Im Mai 1993 erhielt die Ortsbereitschaft Wutach ihr erstes eigenes Fahrzeug mit Allradantrieb.

Zusatzqualifikationen

1996 wurden Weichen für die Zukunft gestellt. Da die Zahl der Einsätze in der Wutachschlucht stark anstieg, hatten viele Helfer der DRK-Ortsgruppe sich zusätzliche Qualifikationen angeeignet. Die Aus- und Fortbildung zur Bergrettung sowie die Anschaffung spezieller Bergungsgeräte wuchs zu einer großen Aufgabe heran, sodass man beschloss, eine eigene Sondergruppe zur Bergrettung zu gründen. Die Bergwacht Wutach wurde als eigenständiger Verein aus der Taufe gehoben. Bis heute sind viele Mitglieder in beiden Vereinen vertreten und man arbeitet über die Einsätze hinaus eng zusammen.

Die Jugend mit eigener Abteilung

Im April 1997 wurde der Wunsch, die Jugendarbeit im Verein auszuweiten, in die Tat umgesetzt. Mit ihrer Idee zur Gründung des Jugendrotkreuzes Wutach stießen Elisabeth Hummel, Heike Wenzel, Kornelia Vetter und Silvia Schmidt sogleich auf offene Ohren. Die vier Frauen organisierten erste Übungseinheiten und warben junge Mitglieder an, die sich für die Ersthilfe begeisterten. Ein Teil der Jugendlichen aus den Ortsteilen kam über das Jugendrotkreuz zum DRK und zur Bergwacht. Heute leitet und betreut Cornelia Rendler die Gruppe mit 13 Kindern.

Neues Gerät

Nach der Renovierung in Eigenleistung wurde 2003 der DRK-Raum im Rathaus bezogen. Darüber kaufte der Verein sich dank zahlreicher Spenden wichtige Gerätschaften und Materialien. Allen voran ist der eigene Mannschaftstransportwagen mit acht Sitzplätzen in Notfällen das wichtigste Hilfsmittel der Retter. Koffer und Taschen mit den wichtigsten Materialien stehen auch im DRK-Raum immer griffbereit. Zusätzlich zum Transportwagen verfügt die Ortsgruppe über einen eigenen Anhänger mit Beleuchtungssatz und einer Kochplatte, die es bei Nachteinsätzen ermöglicht, die Helfer mit warmen Getränken zu versorgen. Ein Zelt gehört ebenso zur Ausstattung wie das notwendige Versorgungsmaterial für Ernstfälle. Die Ausstattung ermöglicht es den ehrenamtlichen Rettern, für Einsätze über die Ortsgrenze hinaus im gesamten Landkreis Waldshut gerüstet zu sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Die wichtigsten Anschaffungen und Veränderungen fielen in die Amtszeit von Lothar Schmidt als Bereitschaftsleiter. Über 35 Jahre lang war er im Vorstand tätig. Gemeinsam mit Willi Hofbauer und Ulrika Rothmund leisteten sie Beachtliches, um den Verein dahin zu führen, wo er heute steht. Heute hat die Ortsgruppe des DRK 34 Mitglieder.

Die Aktivitäten

Alle 14 Tage findet dienstags ein Dienstabend statt, an dem Übungen in Sanitätsausbildung angeboten werden. Mit der Bergwacht zusammen organisiert man Arztvorträge, außerdem finden in Abständen Übungen mit der Feuerwehr statt.

Seit vielen Jahren sammeln die Vereinsmitglieder in allen drei Ortsteilen Altpapier, um die Vereinskasse aufzubessern. In der Wutachhalle finden zweimal im Jahr Blutspendeaktionen des DRK statt. Die Ortsgruppe Wutach organisiert und betreut diese Aktionen. Bei allen größeren Festen in der Gemeinde ist das DRK Wutach mit einem Sanitätsdienst vor Ort. Durch Digitalfunkempfänger sind die ehrenamtlichen Retter untereinander verbunden und 24 Stunden an sieben Tagen die Woche erreichbar.