„Demokratie, das ist eine Übertragung von Macht auf Zeit.“ Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Christian Mauch die Verabschiedung von fünf Wutacher Gemeinderäten ein, die für eine erneute Amtsperiode nicht mehr kandidiert, beziehungsweise den erneuten Sprung ins Gremium nicht mehr geschafft hatten.

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In ganz persönlichen Worten bedankte sich Christian Mauch bei jedem Einzelnen für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen fünf, zehn und sogar 15 Jahren. „Heute endet ein Amt, das sicherlich ein Stück Last war – galt es doch auch, unpopuläre Entscheidungen zu treffen –, das aber auch Freude bereitet hat, da viel Positives für die Gemeinde auf den Weg gebracht werden konnte.“

  • Sandra Müller war fünf Jahre lang im Gemeinderat und hat nach den Worten Mauchs den Ortsteil Münchingen immer bestens vertreten. „Ihre Beiträge hatten Hand und Fuß, sie hatte ein feines Gespür für das, was die Menschen bewegt“, lobte Christian Mauch die Arbeit der Gemeinderätin.
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  • Susanne Schmidt-Barfod war ebenfalls fünf Jahre lang Mitglied des Wutacher Gemeinderates. Ihr Ausscheiden bedauerte der Bürgermeister ganz besonders, hatte sie sich doch erneut zur Wahl gestellt, den Einzug ins Gremium aber trotz gestiegener Stimmenzahl (im Vergleich zur Wahl 2014) nicht mehr geschafft. „Susanne Schmidt-Barfod war eine Gemeinderätin aus Leidenschaft“, sagte Mauch und äußerte den Wunsch, dass sie in fünf Jahren wieder kandidieren wird, denn: „Ich will die starke Landfrau wieder zurück.“
  • Armin Burger wurde nach zehn Jahren Gemeinderatsarbeit verabschiedet. Sein enormes Engagement im Gremium werde fehlen, meinte Mauch, von seiner Seite seien immer gute, durchdachte und konkrete Vorschläge eingebracht worden. Auf Burgers Initiative gingen auch die Veranstaltungen „Wutach gemeinsam“ zurück, die das Zusammenwachsen der drei Ortsteile Ewattingen, Münchingen und Lembach gefördert haben, erinnerte Mauch und fügte an: „Schade, dass Armin Burger geht.“
  • Detlef Probst hatte sich 15 Jahre kommunalpolitisch für die Gemeinde eingebracht. Probst habe mit Scharfsinn komplexe Sachverhalte schnell durchschaut und habe die Verwaltung immer wieder mit kritischen Fragen gefordert. „Mit Detlef Probst verlieren wir einen charakterstarken Gemeinderat“, bedauerte Mauch dessen Ausscheiden.
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  • Armin Kienzle wurde ebenfalls nach 15 Jahren kommunalpolitischer Arbeit aus dem Gemeinderat verabschiedet. Er hatte sich aus gesundheitlichen Gründen dafür entschieden, etwas kürzer zu treten. Armin Kienzle war ein Gemeinderat mit viel Wissen und Sachverstand, bei ihm habe er, Mauch, auch immer wieder in Baufragen Rat gesucht. Der Optimist, der immer vorausdenkt, habe sich auch stets durch große Hilfsbereitschaft ausgezeichnet, lobte der Bürgermeister und verabschiedete Kienzle mit den Worten: „Wir werden den Mann, der immer Bescheid weiß, vermissen.“ Zum Abschied gab es ein Geschenk und für zehn und mehr Jahre kommunalpolitische Arbeit die Ehrenurkunde des Gemeindetags.

Insgesamt attestierte der Bürgermeister dem alten Gemeinderat Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen, Loyalität und ein konstruktives Miteinander. „Ich bin stolz darauf, so ein tolles Gremium gehabt zu haben.“