Die Lage Ewattingens, am Rande der Wutachschlucht, macht die kleine Gemeinde touristisch hoch interessant. Der Wandertourismus boomt, freie Unterkünfte sind während der Saison oftmals Mangelware. Mit einem zusätzlichen Angebot plant der Betreiber der Pension „Fohrenberg“ in Ewattingen, nun Abhilfe zu schaffen. Da es in Ewattingen bislang keine freistehenden Ferienhäuser gibt, ist es vorgesehen, zwei Ferienhäuser und eine Betriebsleiterwohnung auf dem Areal hinter der Pension zu errichten.

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Um dieses Vorhaben verwirklichen zu können, ist die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit Vorhaben- und Erschließungsplan notwendig. Dieses Planwerk „Erweiterung Pension Fohrenberg“ hat der Wutacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auf den Weg gebracht.

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Im Gemeinderat vorgestellt hat das Projekt der Familie Güntert Planer Daniel Wiest. Wie Wiest erläuterte, beabsichtigt der Vorhabenträger Markus Güntert, sein Unterkunftsangebot für Urlauber zu erweitern. Immer häufiger komme es vor, dass die zur Verfügung stehenden Zimmer ausgebucht seien und weitere Anfragen abgelehnt werden müssten. Im Zuge der Überlegungen, wie der renovierungsbedürftige Minigolfplatz saniert werden könnte, sei dann die Idee entstanden, das touristische Angebot zu erweitern.

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Auf dem Areal des Minigolfplatzes sollen zwei freistehende Ferienhäuser entstehen, außerdem ist eine Betriebsleiterwohnung vorgesehen. Laut Wiest ist ferner der Bau eines Kinderspiel- und Bouleplatzes geplant sowie die Errichtung eines Badeteichs mit Sitzgelegenheiten. Neu überplant wird eine Fläche von rund 3100 Quadratmetern. Da die Fläche bereits durch vorhandene bauliche Anlagen „vorbelastet“ ist, seien durch die neuen Bauten keine negativen Umweltauswirkungen zu befürchten. Außerdem, so die Informationen des Planers, liege der Planbereich weder in einem FFH-Gebiet noch in einem Landschaftsschutzgebiet. Auch befinden sich auf der Fläche keine Biotope.

Lob für den Unternehmermut

Die verkehrsmäßige Erschließung des Plangebiets erfolgt über die Hauptstraße, die L 171, und die privaten Grundstücke des Vorhabenträgers. „Das Vorhaben ist zulässig“, lautete das Fazit des Planers. An einer Zulässigkeit hegten auch die Gemeinderatsmitglieder keine Zweifel. Rund um den Ratstisch wurde das Projekt begrüßt. Erhard Graunke und Erich Zimmermann bezeichneten den Bau von Ferienhäusern als Bereicherung für die Gemeinde und lobten den Unternehmermut des Vorhabenträgers. Dieser hat im Übrigen auch die Verfahrenskosten für die Planaufstellung zu tragen.

Der Gemeinderat befürwortete die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Erweiterung Pension Fohrenberg“ und zeigte sich auch mit dem Planentwurf einverstanden. Jetzt geht das Planwerk in die Öffentlichkeitsbeteiligung.