Beim SV Ewattingen geht man mit Ehrungen relativ sparsam um. In der nunmehr 69-jährigen Geschichte des Vereins gab es bis dato gerade einmal zwei Ehrenvorsitzende und drei Ehrenmitglieder. Umso bedeutsamer ist eine solche Auszeichnung, umso gewichtiger müssen die Leistungen sein, die ein Mitglied erbracht hat. Und genau das ist bei Günther Huber der Fall.

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Bis zum vergangenen Jahr war er als Platzkassierer dafür verantwortlich, dass die Zuschauer bei den Spielen der Aktiven – zumindest die männlichen – ihren Obolus für den Fußballgenuss entrichteten. Mit seiner freundlichen Art zog er nach dem Pausenpfiff seine Runden und kassierte das Eintrittsgeld ab. Viele Jahre begleitete ihn dabei sein Adlatus Hermann Angst, später wechselten sich die Helfer ab.

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Und keiner entging seinem wachsamen Blick. Im Laufe der Jahre entwickelte Günther Huber ein untrügliches Gespür für die „Schwarzseher“, denn obwohl der Eintritt zumeist nur zwei Euro beträgt, gibt es diese immer mal wieder. In diesem Fall dehnte Huber seine Runde noch einmal aus und wies den säumigen Zuschauer auf seine Pflichten hin.

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Unterstützt wurde Günther Huber von seiner Frau Karin, sie bilanzierte die Einnahmen und überwies das Geld auf das Vereinskonto. Nachdem er bei seinem 75. Geburtstag vom Vorsitzenden des SVE, Stefan Kech, noch einmal zu einem Fünf-Jahres-Vertrag überredet wurde, den er dann tatsächlich sogar übererfüllte, legte er sein Amt dann 2018 nieder. Nach 45 Jahren.

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Doch auch mit seinen 82 Jahren kann sich der Verein immer noch auf ihn verlassen, denn bei Arbeiten rund um das Sportgelände packt er weiter mit an. „Günther hat uns seit mehr als einem halben Jahrhundert so viel geholfen, da ist die Ehrenmitgliedschaft eine fast schon logische Konsequenz. Wir wollen uns damit bei ihm für sein großes Engagement bedanken, und in diesen Dank schließen wir auch seine Frau Karin ein“, betonte Vereinschef Kech. Und so trübte nur ein Aspekt die Freude beim Verein: die Niederlage der ersten Mannschaft zum Saisonauftakt gegen den TuS Oberbaldingen.