Einen neuen Beschluss über die Hundesteuersatzung fasste der Gemeinderat Wutach in seiner jüngsten Sitzung. Dabei ging es nicht um eine Änderung der Hundesteuer, sondern um die Ausmerzung eines formellen Fehlers. Bei der letzten Änderung der Satzung waren schlicht und einfach zwei Abschnitte „verloren gegangen“, die nun wieder eingefügt wurden. Man müsse die Satzung lediglich wieder formell auf den aktuellen Stand bringen, die Steuersätze bleiben gleich, sagte Bürgermeister Christian Mauch in der Sitzung.

Haltung von Kampfhunden

Die Steuer, die die Gemeinde für einen Hund im Kalenderjahr erhebt, bleibt also bei 84 Euro. Für den zweiten und jeden weiteren Hund fallen 168 Euro pro Jahr an. Wieder in die Satzung aufgenommen wurden die Abschnitte zur Haltung von Kampfhunden. Kampfhunde im Sinne dieser Vorschrift sind: Bullterrier, Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier sowie deren Kreuzungen, ferner Bullmastiff, Mastino Napolitano, Fila Brasileiro, Bordeaux-Doggen, Mastin Espanol, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Mastiff und Tosa Inu. Der Steuersatz für einen Kampfhund beträgt 1648 Euro.

Keine Steuerbefreiung für Hütehunde

Wie steht es um eine Steuerbefreiung von Hunden, die eine Schutzfunktion auf außerhalb liegenden Gehöften haben, und von Herdenschutzhunden und Hütehunden? Diese Frage stellte Gemeinderat Erhard Graunke, nachdem der Paragraf zur Steuerbefreiung solche Hunde nicht explizit erwähnt. Laut Satzung sind lediglich Rettungshunde sowie Hunde, die kranken und hilfsbedürftigen Personen zur Seite stehen, steuerbefreit. Hunde auf Außengehöften und Hunde, die beruflich gebraucht werden, können auf Antrag ebenfalls von der Hundesteuer befreit werden, informierte Arnold Hettich. Solche Fälle gebe es in Wutach bereits. Hier werde die jeweilige Situation im Einzelfall geprüft.