Eine Windhose fegte am Freitag, kurz nach 14.30 Uhr fegte im Bereich „Auf Löbern – Blumegger Straße“ durch Ewattingen. Es wurden einige Hausdächer beschädigt und auch Bäume entwurzelt. Etliche Familien zeigten sich besorgt über die Entwicklung der vergangenen Monate.

Beim Haus Binninger und Sardu wurden Ziegel von einem Hausdach gerissen. Die Windhose zog weiter durch ein kleines Wiesenstück in den Garten der Familie Grüninger, entwurzelte zwei Bäume, stieg wieder hoch und deckte einen Teil des Hausdachs der Familie Bölke ab. Ein geschlossenes Dachfenster wurde aufgerissen und im Innern eine Tür aus den Angeln gerissen.

Wie die Familie Bölke erzählte, war sie zu diesem Zeitpunkt in der Scheune. Für einige Sekunden sei ein Poltern im Haus zu hören gewesen. Die Familie sei aus dem Haus gerannt, denn sie habe nicht gewusst, was geschehen war. Als die Menschen hinter das Haus liefen, sahen sie die Überraschung: Dachziegel im Wintergarten und auf der Wiese.

Der Sturm entwurzelte auch Bäume in einem Garten.
Der Sturm entwurzelte auch Bäume in einem Garten. | Bild: Gertrud Rittner

Mehren sich extreme Wetterlagen?

Die betroffenen Menschen in Ewattingen fragen sich: „Woher kommen solche Naturereignisse? Nun kommen sie schon bei uns an.“ Im vergangenen Jahr bereiteten starke Hagelniederschläge große Schäden in Ewattingen und im Umland.

Drei schwere Gewitter mit Hagelwetter, eines Anfang Juli und zwei im August, hatten dem Wutacher Ortsteil zugesetzt, Keller unter Wasser gesetzt, gärtnerische Mühen zunichtegemacht und landwirtschaftliche Felder geschädigt. Besonders heftig hatte das Gewitter Anfang August gewütet, als eine Schlamm- und Geröllflut von der Lembacher Straße her bis zum Rathaus und zum Haus Kramer den Ort durchzog. Auf der L 171 stand damals in Ewattingen das Wasser auf kompletter Straßenbreite so hoch wie die Bordsteine und floss talwärts.