Joachim Burger wurde in der jüngsten Hauptversammlung des CDU-Gemeindeverbands Wutach als Vorsitzender im Amt bestätigt. Kreisgeschäftsführerin Claudia Villinger hatte zusammen mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Max Nägele aus Bonndorf eine einfache Aufgabe bei der Wahl. Alle Posten konnten problemlos wieder besetzt werden.

Vorsitzender im Gemeindeverband bleibt Joachim Burger, sein Stellvertreter ist Joachim Hogg. Die Kassengeschäfte bleiben in der Obhut von Alexander Riester. Das Amt des Schriftführers übernimmt Armin Kienzle von Ralf Burger. Dieser wurde zusammen mit Detlef Probst zum Beisitzer gewählt. Kassenprüfer sind weiterhin Patrick Küstler und Bernhard Kienzle.

Vorsitzender Joachim Burger ging in seinem Rückblick auf die zurückliegenden Veranstaltungen und Wahlen zum Landtag von Baden-Württemberg 2016 und die Bundestagswahl 2017 ein. Er kam zu der Feststellung, dass die CDU auch im ländlichen Raum zahlreiche Wähler an die anderen Parteien verliert. So ist es ihr bei der Landtagswahl nicht mehr gelungen, den Kandidaten Klaus Schüle in den Landtag zu bringen.

Bei der Bundestagswahl konnte Felix Schreiner das Direktmandat gewinnen und als Nachfolger von Thomas Dörflinger in den Deutschen Bundestag einziehen. Auffällig ist für Burger der hohe Stimmenanteil für die AfD auch in Wutach. Der Vorsitzende sagte dazu: „Die AfD erreicht zweistellige Stimmenanteile, ohne dass sich deren Kandidaten jemals in Wutach gezeigt und ihre Person oder Programm vorgestellt hätten.“ Positiv stimmt den Vorsitzenden, dass in Wutach von Wahlverdrossenheit nicht gesprochen werden kann. Gerade bei der Bundestagswahl wurde mit mehr als 84 Prozent wieder ein Spitzenwert erreicht.

Gerne erinnerte der Vorsitzende an das gemeinsam mit der Jungen Union Bonndorf organisierte Sommerfest des Kreisverbandes Waldshut. Einer Wanderung zur Wolfgangskapelle schloss sich ein unterhaltsamer Nachmittag in der Gänsbachhalle an. Neben einem politischen Vortrag des Europaabgeordneten Andreas Schwab sorgten ein Schinkenseminar und die musikalische Unterhaltung der Gruppe Most für die Unterhaltung der Gäste.

Im Bericht aus dem Gemeinderat erwähnten die CDU-Gemeinderäte zahlreiche Projekte, die realisiert und abgeschlossen werden konnten. Beispielhaft wurden das Feuerwehrgerätehaus in Münchingen, die Sanierung der Schwimmbad- und Kiesstraße in Ewattingen, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Neuorganisation der Hallenbadbetreuung, die Errichtung der Erddeponie durch den Landkreis in Münchingen sowie die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge nochmals ins Gedächtnis gerufen.

Im laufenden Jahr stehen mit der Sanierung der Hauptstraße in Ewattingen (Wasser- und Abwasser), der Vorbereitung der Förderanträge für die Sanierung und Erweiterung der Wutachhalle und mit dem Ausbau des Breitbandnetzes wichtige Infrastrukturvorhaben an. Gemeinsam mit der Verwaltung will der Gemeinderat Wutach die Kommune fit machen für die Zukunft und den ländlichen Raum stärken.

Bürgermeister Christian Mauch bedankte sich in seinem Grußwort an die Mitglieder für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat. Gemeinsam seien viele Projekte auf den Weg gebracht worden. Er äußerte die Hoffnung, dass der CDU-Gemeindeverband Wutach auch für die Kommunalwahl 2019 eine Liste einreichen wird. Bisher war dies der CDU noch bei jeder Kommunalwahl gelungen.

Diesen Gedanken nahm auch der Vorsitzende Joachim Burger in der sich anschließenden Diskussion auf. In den nächsten Tagen und Wochen werde man versuchen, Kandidaten für die CDU zu gewinnen. Ziel ist es, in allen Ortsteilen wieder Kandidaten zu finden. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass sich derzeit amtierende Gemeinderäte im Jahr 2019 nicht mehr zu Wahl stellen werden. Dies könnte auch neuen Kandidaten gute Chancen eröffnen, in das Amt gewählt zu werden. Wichtig war es dem Vorsitzenden, zu betonen, dass eine Kandidatur nicht immer eine CDU-Mitgliedschaft nach sich zieht. Vielmehr sei es wichtig, gute Kandidaten zu finden, die sich für die Belange der Bürger einsetzen. Abschließend gab der Vorsitzende Joachim Burger noch gesetzliche Änderungen zu den Kommunalwahlen 2019 bekannt.

Edmund Kromer merkte kritisch an, dass sich der CDU-Gemeindeverband nicht nur auf die Unterstützung von Wahlen konzentrieren sollte. Ihm schwebt vielmehr vor, dass mehr Akzente in der politischen Arbeit bei den Jugendlichen gesetzt werden sollten, um dadurch neue Mitglieder zu gewinnen. Er forderte den Vorstand auf, sich dazu Gedanken zu machen. Kromer sagte abschließend: „Sonst sind wir ein aussterbender Verein.“