Die Gänsbachhalle in Münchingen war gut gefüllt, als die drei Abteilungen der Feuerwehr der Gemeinde Wutach zur Hauptversammlung zusammenkamen. 52 Aktive zählt die Gesamtwehr unter Feuerwehrkommandant Andreas Kaiser, sollte jedoch laut zukünftigem Personal- und Fortbildungsplan auf 63 Aktive aufgestockt werden.

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Um dies langfristig möglich zu machen, haben sich Andreas und Fritz Scheuble sowie Torsten Banholzer sehr engagiert ins Zeug gelegt, um Kinder und Jugendliche für diese Aufgabe zu gewinnen. Seit einem Jahr nun existiert eine 16-köpfige Kindergruppe von sieben- bis zwölfjährigen Mädchen (zehn) und Jungen (sechs) sowie von acht Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Sie treffen sich laut Jugendleiter Andreas Scheuble einmal alle zwei Wochen, um spielerisch in die vielfältigen Aufgaben einer Feuerwehr eingeführt zu werden. 2019 fanden schon sieben Proben statt und der Jugendleiter freut sich, dass er für einen Jugendleiterlehrgang angemeldet wurde.

Gesamtkommandant kandidiert nur noch einmal

Die einzelnen Abteilungskommandanten, Alexander Müller (Münchingen), Simon Duttlinger (Lembach) und Stefan Keller (Ewattingen) gaben einen kurzen Überblick über ihre Aktivitäten und Einsätze im abgelaufenen Jahr. Alle waren froh, dass nur kleinere Einsätze, wie ein Kaminbrand, Hochwasser (vor allem in Ewattingen) und Bäume beseitigen, zu leisten waren. Andreas Kaiser meinte, es seien ereignisreiche fünf Jahre mit vielen Einsätzen gewesen seit den letzten Wahlen. Er verkündete, dass er bereit sei, noch ein letztes Mal als Gesamtkommandant zu kandidieren. So könne man sich in den kommenden fünf Jahren in Ruhe auf einen Nachfolger einigen. Kaiser lobte die engagierte Kinder- und Jugendarbeit und dankte den drei Kameraden für ihren Einsatz.

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Der Gesamtkommandant gab bekannt, dass der Feuerwehr-Bedarfsplan seit dem 27. September 2018 fertig sei, durch den die Ausstattung festgelegt wird, durch den aber auch in den Personalplänen „aufgeräumt“ wurde. Es wurde ersichtlich, wie viele Kameraden noch zu den Aktiven und wer zur Altersabteilung gehört. Die Altersmannschaft von Wutach besteht inzwischen aus 68 Mann.

Feuerwehr erhält ein neues Fahrzeug

Der Bedarfsplan macht auch deutlich, dass für die Gesamtwehr ein neues Fahrzeug, ein LF10, angeschafft werden sollte, was laut Bürgermeister Christian Mauch nächstes Jahr in Angriff genommen wird. Kaiser informierte ferner über die Ausbildungsziele für die nächsten Jahre, die im Personal- und Fortbildungsbedarfsplan deutlich werden. Neue Errungenschaft für alle Abteilungen ist das neue Softwareprogramm, in dem die Feuerwehr online verwaltet werden kann. Andreas Kaiser freute sich, dass er Frank Zimmermann und Stephan Keller zu Oberlöschmeistern befördern durfte.

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Die anstehenden Wahlen ergaben folgendes Ergebnis: Andreas Kaiser bleibt Feuerwehrgesamtkommandant und Alexander Müller sein Stellvertreter. Im Ausschuss übernimmt Christian Langenbacher das Amt von Andreas Scheuble, der als Jugendleiter im Ausschuss bleibt. Joachim Angst und Florian Probst ergänzen als neue Mitglieder den 13-köpfigen Ausschuss.

Lob für leidenschaftlichen Einsatz

Bürgermeister Christian Mauch lobte die Feuerwehrkameraden, die mit Leidenschaft, mit Leib und Seele bei der Sache sind. Er betonte, dass die Feuerwehr die älteste Selbsthilfeeinrichtung für Bürger sei. Ihm sei klar, dass eine fortschrittliche Technik unumgänglich sei. Besonders freute er sich über die erfolgreiche Kinder- und Jugendgruppe. Mauch versprach der Gesamtwehr eine Sonderzuwendung als besonderen Motivationsschub.

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Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger stellte sich den Feuerwehrkameraden vor. Er ist seit knapp einem Jahr im Amt und steht den 32 Gemeinde- und sechs Werksfeuerwehren vor. Er gab seiner großen Freude Ausdruck, dass in Wutach zwei Wettkampfgruppen, jeweils für das bronzene oder das silberne Leistungsabzeichen, trainieren. Katharina Kaiser vom DRK Wutach dankte der Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit und erwähnte, dass am 30. Juni das 50-jährige Bestehen beim DRK Wutach gefeiert wird. Hansjörg Ketterer von der Feuerwehr Bonndorf meinte: „Wir machen einfach weiter so.“