Die Digitalisierung schreitet voran, und auch die Wutacher Feuerwehr setzt auf neue Techniken, um Prozesse, Kommunikation und Dokumentationen effizienter abwickeln zu können. Die Feuerwehr setzt dabei auf ein neues Softwareprogramm, das Stefan Keller, Abteilungskommandant der Feuerwehrabteilung Ewattingen, in der jüngsten Sitzung des Wutacher Gemeinderats vorstellte.

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Wie Abteilungskommandant Stefan Keller erläuterte, favorisiert die Feuerwehr Wutach das Programm „FWportal“, das seines Erachtens sehr gute Verwaltungs- und Organisationslösungen für die drei Wutacher Abteilungen beinhalte. Die Kosten liegen bei 856 Euro brutto pro Jahr.

Bürokratischer Aufwand nimmt zu

Die Aufgaben der Feuerwehr nehmen zu und neben den wachsenden Einsatzbereichen steigt auch der bürokratische Aufwand, den die Verantwortlichen zu bewältigen haben. Stefan Keller nannte hier beispielhaft die Dokumentation der Atemschutztauglichkeit der Kameraden, die stetige Überprüfung von Geräten unter sicherheitsrelevanten Aspekten, die Dokumentation von Einsätzen und vieles mehr. All dies sei sehr zeitintensiv, meinte der Abteilungskommandant, mit der eigens für Feuerwehren zugeschnittenen Software könne sicherer und effizienter gearbeitet werden.

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Ziel sei es, die Führungskräfte etwas zu entlasten, ein einheitliches System zu haben, für alle drei Abteilungen, die interne Kommunikation zu erleichtern, Prozesse zu optimieren und durch lückenlose Dokumentation auch die nötige rechtliche Absicherung gewährleisten zu können. Das Programm beinhalte eine Cloud-Lösung, was unabhängig mache von lokalen Speicherkapazitäten.

Auch Hydranten können erfasst werden

Wie Stefan Keller weiter ausführte, sei das Programm einfach zu bedienen, per Laptop oder auch per Handy. In das Programm können laut Keller auch beispielsweise alle Hydranten in der Gemeinde und weitere Löschwasserversorgungsmöglichkeiten eingepflegt werden. Über die Handy-App habe dann jeder Feuerwehrmann Zugriff auf diese Daten. Im Notfall könne das eine wichtige Zeitersparnis bringen.

Programm unterstützt Arbeit

„Das Software-Programm macht Sinn“, meinte nach der Präsentation Gemeinderat Erhard Graunke, dieser Meinung schloss sich auch Wolfgang Dornfeld an. Wolfgang Dornfeld stellte aber noch die Frage, mit welcher Software-Lösung die Feuerwehren der Umgebung arbeiten würden. Dazu erläuterte Stefan Keller, dass es weder einheitliche Standards noch Empfehlungen gebe. Insofern würden die Wehren mit ganz unterschiedlichen Programmen arbeiten. Die Frage nach dem Datenschutz stellte Gemeinderat Armin Burger. Auch dieser sei bei den Programmen gewährleistet, sagte der Abteilungskommandant.

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Bürgermeister Christian Mauch bezeichnete die Software als sinnvolle Investition. Der Nutzen rechtfertige die jährlichen Kosten von 856 Euro brutto. Der Beschaffung der Software „FWportal“ stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.