Einer der Höhepunkte am Bunten Abend in Ewattingen ist die berüchtigte Wesch, bei der der Elferrat allerlei Missgeschicke aus dem Dorfalltag vorträgt und angemessen ahndet. Als Kulisse diente in diesem Jahr der Straßengraben, der den Ort ein halbes Jahr gleichsam von der Außenwelt abgeschnitten hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Die echte Baustelle war bereits so gut wie fertig, als Bürgermeister Christian Mauch im vergangenen Jahr dem Gemeinderat etwas beichten musste: Die Verwaltung habe den Vertrag mit der Baufirma noch gar nicht besiegelt. Als einer der Räte den Bürgermeister daraufhin fragte, was eigentlich passiere, wenn er und seine Kollegen dem nachträglich abgeschlossenen Vertragswerk nicht zustimmten, antwortete Mauch nicht ganz im Ernst: „Dann komme ich wohl ins Gefängnis.“ Ganz im Ernst wurde der Bürgermeister vom Elfer dazu verdonnert, am Montagabend, wenn er beim Narrenrennen bei sich Gäste empfängt, ausschließlich Wasser und Brot zu verzehren.

Als Nordmanntanne zum Umzug

Und nicht nur das: Am Dienstag darf Mauch mit der gesamten Rathausmannschaft am Umzug mit marschieren, verkleidet als festlich beleuchtete Nordmanntannen – eine Reaktion auf den sehr sparsam behangenen Christbaum der Gemeinde.

Zungenbrecher als Strafe für Verwechslung

Als Sportvereinsmitglied Georg Vetter nach einem Jugendspiel den kleinen Kevin zu seiner Mutter Sonja Fischer brachte, wunderte er sich, warum der Junge auf dem Rotbuck nur widerwillig ausstieg. Später erfuhr Vetter, dass Kevins richtige Mutter zwar auch Sonja Fischer hieß, aber im Neubaugebiet wohnt. Für den Jungen kam die Erkenntnis zu spät. Er hatte den langen Weg bereits zu Fuß zurückgelegt. Zur Strafe musste Vetter auf der Bühne einen Zungenbrecher nachsprechen: „Vetters Fritze fährt falschen Fischer.“

Das könnte Sie auch interessieren

Weil Andrea Meßmer ihrer Tochter zum Weißen Sonntag ein Gotteslob im grün-schwarzen Borussia-Mönchengladbach-Einband schenkte, muss sie gemeinsam mit ihrem Mann Jan am Dienstagsumzug in Trikots des FC Bayern mitlaufen. Dazu muss man wissen: Die beiden haben eine Bayern-Phobie.

Andrea Meßmer muss für ihr Vergehen ein Bayern-Trikot tragen – und das mit Bayern-Phobie.
Andrea Meßmer muss für ihr Vergehen ein Bayern-Trikot tragen – und das mit Bayern-Phobie. | Bild: bär

Karin Kienzle machte sich auf einer Radtour Sorgen, weil ihre Uhr plötzlich einen Puls von 250 anzeigte. Bevor ihr Mann den Notarzt rief, schaute er noch einmal genauer nach – Gott sei Dank: Es waren nur die Höhenmeter. Zur Übung, nicht zur Strafe durfte Karin Kienzle am Bunten Abend allen Personen, die ihr verdächtig vorkamen, den Blutdruck messen.

Das könnte Sie auch interessieren

Als Stefan Gliese nach seiner Blutgruppe gefragt wurde, antwortete er mit: D. Deswegen darf er sich mit der D-Jugend am Umzug beteiligen – und zwar verkleidet als Blutwurst.