„Wo liegt eigentlich Ewattingen?“ Diese Frage kursierte vor dem Bezirkspokalendspiel in Obereschach in den Reihen der Bad Dürrheimer Zuschauer, und so ganz einig waren sie sich nicht, wo dieses Dorf genau zu verorten ist.

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Doch spätestens nach dem Schlusspfiff dürfte Einigkeit darüber geherrscht haben, dass die C-Jugend der SG Ewattingen einen gepflegten Ball spielt und dem eigenen Kurstadt-Team haushoch überlegen war. Mit 12:2 fegte die SGE den Gegner geradezu vom Feld.

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Die Prognosen der SG-Trainer sollten sich im Nachhinein als genau richtig erweisen. Bereits nach dem Sieg im Halbfinale gegen den SV Hinterzarten lautete die einhellige Meinung innerhalb der vierköpfigen Trainerriege mit Rainer Rothmund, Fred Schmidt, Haiko Retzke und Martin Hogg, damit den wohl stärksten Widersacher in diesem Wettbewerb ausgeschaltete zu haben.

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Auf den ersten Blick mutete diese Einschätzung ziemlich gewagt an, schließlich stand der SGE mit dem FC Bad Dürrheim im Finale eine Mannschaft gegenüber, die in der nächst höheren Bezirksliga spielt und hier immerhin einen Mittelfeldplatz belegte.

Meister in der Kreisliga

Doch an diesem Tag in Obereschach, als der Fußballbezirk Schwarzwald dort alle vier Endspiele im Jugendbereich austrug, sollte sehr bald klar werden, dass die SG Ewattingen als Meister in der Kreisliga den Salinenstädtern keine Chance lassen würde. Schon nach drei Minuten hieß es 1:0 für die SGE, die aus Spielern des SV Ewattingen, SV Mundelfingen, FC Hausen vor Wald und SV Döggingen besteht. David Scheu traf vom Elfmeterpunkt und ließ dann gleich noch zwei weitere Treffer folgen. Moritz Baumgärtner, zweimal Marcel Braeuer und Janik Schey schraubten das Ergebnis auf 7:0 bis zur Pause. Damit war die Messe gelesen.

Großer Jubel

In zweiten Durchgang trugen sich Pascal Springindschmitten und erneut Moritz Baumgärtner und Patrik Vetter mit jeweils einem Doppelpack in die Torschützenliste ein. Da taten auch die beiden späten Gegentreffer nicht mehr weh. So durfte die talentierte Truppe nach der Meisterschaft auch noch den Pokalsieg bejubeln und sich von den vielen mitgereisten Eltern und Fans feiern lassen.

Autokorso durch vier Ortschaften

Auf der Heimfahrt ging der Autokorso durch alle vier Ortschaften, aus denen die Spieler stammen – laut hupend, versteht sich. Schließlich wurde auch noch Wutachs Bürgermeister Christian Mauch im Rathaus ein Besuch abgestattet, der tatsächlich am Samstagabend noch in seinem Büro weilte und die illustre Schar gerne begrüßte und beglückwünschte. Dann ging die Party im Clubhaus des SV Ewattingen weiter. Es wurde noch lange gefeiert.