Zu einem Notfalleinsatz in die Wutachschlucht wurden die Helfer der Bergrettungswache Wutach am Samstagabend, um 19.42 Uhr von der Rettungsleitstelle angefordert. Im Rettungssektor "I", circa 1,5 Kilometer unterhalb des Schattenmühle-Parkplatzes, war ein 65-jähriger Wanderer kollabiert und bedurfte der sofortigen Hilfe der Bergwacht. Mit zwölf Personen, darunter fünf Frauen, rückte diese zur Notfallversorgung an.

Bei ihrem Einsatz hatten die Helfer mit mehreren Schwierigkeiten zu kämpfen. Einmal mit dem Starkregen, der zu dieser Zeit über dem Schluchtgebiet niederging. Die Regenfälle hatten den Wanderweg aufgeweicht und schlammig sowie Steine und Wurzelwerk rutschig werden lassen. Die einbrechende Dunkelheit tat ihr Übriges.

So waren für die Helfer enorme Sicherheitsvorkehrungen notwendig, um den Mann mit der Gebirgstrage aus dem Schluchtgebiet zu bringen. Hinzu kam die lückenhafte Fundverbindung in der Schlucht. Ein Missstand auf den der Leiter der Bergrettungswache Wutach, Lothar Schmidt, schon seit Längerem hinweist. Erst nach dem Helfer von außerhalb der Schlucht die Rettungsleitstelle in Villingen erreichten, konnten nachrückende Einsatzkräfte, wie der Rettungsdienst aus Löffingen, zur Unterstützung angefordert werden.

Das Einsatzfahrzeug der Bergrettungswache Wutach ist zwar mit modernster digitaler Funktechnik ausgestattet. Doch es klemmt an der Freischaltung der Sim-Karte durch das Land und dieses lässt sich damit Zeit. "Dies kann aber nicht sein," so Lothar Schmidt. "Hier muss baldmöglichst etwas geschehen, denn bei einem größeren Einsatz kann dies schlimme Folgen haben". Der jüngste Einsatz war für die Helfer der Bergrettungswache Wutach erst nach Mitternacht beendet.