Große personelle Veränderungen gab es nach der Kommunalwahl am 26. Mai im Gemeinderat Wutach. Sieben neue Gemeinderäte wurden gewählt, sie werden künftig neben den vier wiedergewählten Gemeinderäten am Ratstisch Platz nehmen. Die Verpflichtung des neuen elfköpfigen Gremiums fand in feierlichem Rahmen mit musikalischer Begleitung und im Beisein etlicher Bürger im Rathaus in Ewattingen statt.

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Bürgermeister Christian Mauch eröffnete die konstituierende Sitzung mit einem kleinen Rückblick auf das, was in den vergangenen fünf Jahren in Wutach geleistet wurde. Er erinnerte an große Investitionen in die Grundschule und den Kindergarten mit Kinderkrippe, an den Bau des Feuerwehrgerätehauses in Münchingen, die Erschließung von Bauland (Hofwiesen West), den Ausbau des Nahwärmenetzes, die Sanierung der Hauptstraße in Ewattingen und an die umfangreichen Vorbereitungen für den Breitbandausbau. „Die vergangenen fünf Jahr waren arbeitsreich und geprägt durch eine konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit“, so Mauch. Allen Ratsmitgliedern sprach der Bürgermeister Dank und Respekt für ihre zukunftsorientierte Arbeit aus.

20 Kandidaten stellten sich zur Wahl

Als ein gutes Signal für die Demokratie in der Gemeinde wertete Christian Mauch die Tatsache, dass sich 20 Kandidaten bereiterklärt hatten, sich für das Amt des Gemeinderats zur Verfügung zu stellen und damit Verantwortung zu übernehmen. Und großes Demokratieverständnis hätten auch die Bürger bewiesen, die in großer Zahl zur Wahl gegangen waren. Eine Wahlbeteiligung von 75,36 Prozent spreche für sich. Wutach gehöre damit wieder zur Spitze im Landkreis. „Von Politikverdrossenheit kann hier keine Rede sein“, sagte der Bürgermeister.

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Vier Wutacher Gemeinderäte wurden wieder gewählt: Wolfgang Dornfeld und Erhard Graunke (UWW) sowie Alexander Riester und Corina Thoma (CDU). Sieben Räte haben erstmals den Sprung ins Gremium geschafft: Philipp Keller, Frank Grieshaber, Günter Nosbüsch und Erich Zimmermann (UWW) sowie Jan-Friedrich Heidemann, Eduard Woll und Mathias Müller (CDU). Mauch wünschte sich, dass sich Alt und Neu zu einem guten Ganzen zusammenfinden werden.

Die beste Lösung für die Gemeinde finden

„Die Aufgaben, die ein Gemeinderat zu übernehmen hat, sind vielfältig“, fuhr Mauch fort und er machte auch darauf aufmerksam, dass es nicht immer einfach sein werde, im Spannungsfeld zwischen den Wünschen Einzelner und dem Wohl der Gemeinde die beste Lösung für alle zu finden. Stehvermögen sei gefragt, wenn einem der Wind mal kräftig ins Gesicht bläst. Zur Arbeit im Gemeinderat gehöre nach den Worten des Bürgermeisters auch eine gewisse Bereitschaft zum Konsens, wobei man durchaus in der Sache unterschiedlicher Auffassung sein dürfe. Animositäten allerdings sollten zurückgestellt werden. „Der Gemeinderat ist dem Gesamtinteresse und dem Wohl der ganzen Gemeinde verpflichtet.“

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In der jetzt begonnenen fünfjährigen Amtsperiode stehen wichtige Themen und einige Großprojekte an, blickte Mauch in die nahe Zukunft. Beispielhaft nannte der Bürgermeister den Erwerb und die Erschließung von Wohnbauland und Gewerbeflächen, den Breitbandausbau, die Sanierung der Wutachhalle, den Erhalt und die Fortentwicklung der Infrastruktur, die Ersatzbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges und die Weiterentwicklung von Schule und Kindergarten. Bei all dem sei zu beachten, dass die finanziellen Rahmenbedingungen nicht mehr so rosig aussehen, wie bisher. Nichtsdestotrotz war der Rathauschef überzeugt davon, dass man die Aufgaben gemeinsam meistern werde.

Sich zum Wohl der Bürger einsetzen

Nach einer kurzen Information über die Rechte und Pflichten eines Gemeinderats schritt der Bürgermeister zur Verpflichtung der Ratsmitglieder. Stellvertretend für alle sprach das jüngste Mitglied, Philipp Keller, die Verpflichtungsformel. Das Versprechen, sich für das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger einzusetzen, nahm Mauch dann jedem Einzelnen per Handschlag ab.

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Der Bürgermeister bot dem neuen Gemeinderat seine gute Zusammenarbeit an. „Ich wünsche mir, dass der gute demokratische Stil im Gemeinderat weitergeführt wird“, so der Bürgermeister, der mit den Worten „starten wir in die Zukunft“, die neue Amtsperiode des Gremiums eröffnete. Die Gemeinderatssitzung wurde von der Bläsergruppe des Musikvereins Ewattingen musikalisch umrahmt. Im Anschluss lud die Gemeinde zu einem Umtrunk mit Imbiss ein, wo reichlich Gelegenheit für gute Gespräche gegeben war.