Der Rosenexperte Erich Boll und eine Arbeitsgruppe vom Reha-Zentrum Christiani haben in Nöggenschwiel mit der Pflege der Rosen begonnen. Boll sagt: „Wir befinden uns im Spätwinter, die richtige Zeit, um sich über die jährliche Rosenpflege Gedanken zu machen. Durch den Klimawandel ist auch bei uns im Rosendorf der Vorfrühling um zwei Wochen in Richtung Winter vorgerutscht. In der Vergangenheit konnten wir uns an der Blüte der Forsythie für den richtigen Zeitpunkt des Rosenschnitts orientieren. Dies gilt nun nicht mehr.“

Dem Klimawandel angepasst

Laut Boll wurde beobachtet, dass Rosen sich dem Klimawandel angepasst haben und schon früher kräftig austreiben. „Das heißt für uns, dass wir zwei Wochen vor der Forsythien Blüte mit dem Frühlingsschnitt beginnen können“, sagt der Rosenexperte. Als Anhaltspunkt könne man sich allerdings weiterhin an den Forsythien orientieren, gerade wenn sie dicke Knospen bekommen, aber noch nicht blühen, könne geschnitten werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch die Japanische Zierkirsche, die Anfang April anfängt, zu blühen, zeige, wann geschnitten werden kann: sobald diese den ersten Schimmer Farbe zeigt. Erich Boll gibt folgende Tipps, die in den kommenden Wochen bei den Rosen erledigt werden sollten: Noch vor dem neuen Austrieb einmal blühende Rosen auslichten und die öfter blühenden Rosen zurückschneiden. Außerdem sollte der Winterschutz entfernt werden, sobald der Wetterverlauf dies zulässt. Erfrorene Triebe sollte man entfernen, der Boden sollte gelockert werden, damit ein Zuviel an Niederschlägen abfließen kann. Begleitstauden sollen überprüft und gegebenenfalls geteilt werden. Zudem könnten die Rosen auch schon angemessen gedüngt werden.