Die Weilheimer Autorin Petra Jäger, geboren und aufgewachsen im Schwarzwald, fühlt sich diesem, besonders seiner Tierwelt, eng verbunden. Sie liebt die milde bis schroffe Landschaft und die zahlreichen Tierarten, die sich in ihr angesiedelt hatten und zum Teil wieder angesiedelt haben.

Zwölf von ihnen stellt sie in ihrem neuen Buch „Tiere im Schwarzwald“ vor. Also – Fuchs und Dachs stellen sie uns vor, denn diese beiden führen in Petra Jägers Graphik Novel ein Zwiegespräch, in dem der Mensch als Spezies gar nicht so gut wegkommt. Vorgestellt werden Bär, Wolf, Wildkatze, Luchs, Kuckuck, Auerhahn, Schwarzwälder Fuchs (eine Pferderasse), Hinterwälder Rind, Hirsch, Eichhörnchen, Dachs und Fuchs.

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Die beiden zuletzt Genannten sitzen im Dachsbau und schwadronieren über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier im Wandel der Zeit, reflektieren das Leben ihrer Mit-Waldbewohner und vermitteln dabei anekdotenhaft Wissenswertes zur Lebensart von gestern und heute.

Klare Worte von Fuchs und Dachs

Sie hauen ganz schön auf den Putz und ziehen mit klaren Worten gegen den unbedachten bis zerstörerischen Umgang der Menschen mit Wildtieren vom Leder. Lobende Worte finden Fuchs und Dachs aber auch für die Hilfsprogramme, die die Ansiedlung gefährdeter Arten unterstützen.

Akribisch recherchierte die Autorin in Forst-Magazinen und -Büchern, Enzyklopädien, Sagenbüchern, landwirtschaftlichen Abhandlungen bis zu alten Kochbüchern (Eichhörnchensuppe!). Die Quellenangaben reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Der großflächige Rückblick zeigt, wie sich die Nutzung der Landschaft und damit auch der Lebensraum Tierwelt gewandelt hat, welche Umweltsünden begangen wurden, aus welchen Gründen, und wie heute versucht wird, einiges wieder zu richten.

Manche Argumente sind verwunderlich

Die Betrachtung aus dem Blickwinkel von Fuchs und Dachs ist dabei amüsant, manche Argumente verwunderlich, letztendlich logisch, und immer direkt und unverblümt. Wissenswertes über die Herleitung von Ortschaftsnamen, der Verwendung als Wappentier sowie als Zeichen von herrschaftlicher Macht und Stärke wird vermittelt.

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Das populärwissenschaftliche Buch, im Stil einer Graphic Novel, ist das dritte Buch, welches die Autorin im Selfpublishing herausgibt. Die Illustrationen zeichnete sie mit Pinsel und Tinte ausgesprochen naturgetreu. Zur Finanzierung startete die Autorin eine Crowdfunding-Kampagne (www.startnext.com/tiere-im-schwarzwald), die weitere Unterstützer sucht.