Weilheim (bin) Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes „Nöggenschwiel Süd“ hatte sich der Weilheimer Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung zwischen zwei Varianten zu entscheiden. Das Gremium entschied sich für Variante 1.

Zwei Entwürfe zur Auswahl

Die Größe des Bebauungsplanbereiches am südlichen Ortseingang von Nöggenschwiel umfasst rund 1,2 Hektar. Die Fläche, derzeit landwirtschaftlich genutzt, auf der keine Schutzgebiete betroffen sind, befindet sich im Besitz der Gemeinde Weilheim und soll als allgemeines Wohngebiet genutzt werden. Im Zuge der Erweiterung müsste die Ortsdurchfahrtsgrenze auf die Länge des Baugebietes nach Süden hin verschoben werden. Peter Kaiser vom gleichnamigen Planungsbüro in Waldshut-Tiengen hatte für die Überplanung des Gebietes zwei Entwürfe vorgestellt.

Variante 1

Variante 1 sieht 13 bis 15 Bauplätze vor, auf denen die Errichtung von Einzel- und Doppelhäusern möglich ist. Die Größe der Grundstücke liegt bei dieser Version zwischen rund 350 und 830 Quadratmetern. Die verkehrstechnische Erschließung wird durch eine Ringstraße mit zwei Anschlüssen an die Kreisstraße 6557 (Fohrenbachstraße) gewährleistet.

Variante 2

In Variante 2 stünden 12 bis 16 Grundstücke mit Flächen zwischen 370 und 960 Quadratmetern zur Verfügung. Auch hier wäre der Bau von Einzel- und Doppelhäusern möglich. Verkehrstechnisch wären die Grundstücke im Innenbereich des Gebietes über eine Stichstraße, ein Anschluss an die Kreisstraße, anzufahren. In diesem Falle wäre eine Wendefläche im östlichen Bereich des Baugebietes notwendig. Die Grundstücke entlang der Kreisstraße wären von dort aus erreichbar.

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Die Erweiterung, beziehungsweise die Umlegung für die Leitungssysteme für Entwässerung, Wasserversorgung und andere Leistungsträger sind bei beiden Varianten gleich. Bei beiden Lösungsvorschlägen wäre eine zukünftige Erweiterung nach Osten hin möglich. Vorteil bei Variante 1, die Peter Kaiser als städtebaulich gut strukturierte Lösung bezeichnet, ist eine geringere Verkehrsbelastung durch den Ringverkehr. Die städtebaulich komplexere Lösung sieht Kaiser im zweiten Vorschlag. Der Gemeinderat entschied sich in der Sitzung mit Stimmenmehrheit, bei einer Gegenstimme, für Variante 1, nicht zuletzt, weil man durch den Gegenverkehr (Stichstraße bei Variante 2) im Wohngebiet eine größere Belastung für die Anwohner sieht, und der Anschluss der Grundstücke entlang der Kreisstraße (bei Variante 2) als problematisch angesehen wird.