Die Firma Ligno Trend im Weilheimer Ortsteil Bannholz hatte Besuch von CDU-Politikern aus der Region. Vor Ort informierten sich die Bundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger und Gabriele Schmidt sowie der Landtagsabgeordnete Felix Schreiner über den mittelständischen Betrieb, der im diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiern wird.

In einem kurzen Vortrag stellte Ralph Eckert, seit vorigem Jahr Geschäftsführer der Firma Ligno Trend ist, das Unternehmen vor. 1991 hatte der Holz- und Holzbau-Profi Werner Eckert die Idee, durch Verkleben von Brettlamellen über Kreuz und auf Abstand plattenförmige Bauteile herzustellen, die 1992 zum Patent angemeldet wurden. Die Firma Ligno Trend, die gegenwärtig rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, musste 2002 einen herben Rückschlag hinnehmen. Es drohte die Insolvenz, die aber dank einiger Investoren abgewendet werden konnte. Heute steht das Unternehmen so gut wie nie zuvor da.

"Unser Anspruch ist es, unsere Produkte speziell und multifunktionell mit möglichst viel Know-how in Hinblick auf Brand- und Schallschutz, Akustik, Wärme- und Feuchtigkeitsdämmung sowie Statik auszustatten, um so höchsten Anforderungen gerecht zu werden. Kontinuierlich wird unsere Produktpalette erweitert", so Ralph Eckert.

In der anschließenden kurzen Diskussion stellte MdL Felix Schreiner fest, dass in den Köpfen der Menschen nach wie vor noch die Meinung vorherrsche, dass Holz nicht für den Bau größerer Häuser geeignet sei. In diesem Zusammenhang stellte er die Frage, wie es um die Zusammenarbeit der Holz verarbeitenden Betriebe in der Region bestellt sei. "Im Grunde", so Schreiner, "haben wir ja in der Region Firmen, die den Weltmarkt bedienen. Das wäre doch ein Grund dafür, enger zusammenzurücken, um auch in der Politik ein Umdenken anzustoßen. Wenn man eine Baukultur aus Holz noch stärker etablieren möchte, sollten wir uns gemeinsam auf den Weg machen, diese noch effektiver zu fördern."

"Bis vor einigen Jahren", so Werner Eckert, Seniorchef von Ligno Trend, "gab es die CMA-Abgabe, 16 Millionen Euro, aus der auch die Holzbranche unterstützt wurde. Aus diesem Topf wurden die Forschungsaufträge an den Hochschulen in Deutschland finanziert. Mit Abschaffung der CMA-Abgabe (2009) wurden die Forschungsobjekte gestrichen. Der Landesbeirat Holz in Stuttgart habe ein Budget von 20 000 Euro im Jahr – "viel zu wenig, um irgendetwas zu bewegen", kritisierte Eckert. Es gibt jetzt den Cluster "Forst und Holz" und die "Schwarzwälder Holzkette" mit Ehrenamtlichen. "Die sind aber viel zu klein, die Strukturen viel zu zerrissen", betont Eckert.

Langsam entstehen in den Bundesländern Cluster unter dem Namen "Pro Holz", die aber noch nicht effektiv genug arbeiten können. "Was in Deutschland fehlt, ist die Klammer für die Holzforschung", sagt Eckert.