Weilheim (bin) Auf der jüngsten Hauptversammlung des katholischen Seniorenwerkes der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Weilheim standen wieder einmal Wahlen des gesamten Vorstandes an. Wie bereits vor zwei Jahren wollte keines der Vereinsmitglieder den Vorsitz im Vorstand des Vereins zu übernehmen.

Notgedrungen erklärte sich das vierköpfige Führungsteam, bestehend aus Inge Stüber (Schriftfühererin) aus Dietlingen, Paula Böhler aus Indlekofen und Franz Welte aus Rohr und Roswitha Albrecht (Kassenverwalterin) bereit, die provisorische Leitung des Vereines noch einmal für ein weiteres Jahr zu übernehmen. „Dann“, so Inge Stüber, „ist für uns endgültig Schluss“.

Inge Stüber bezeichnete den Weilheimer Seniorenverein als ein Schiff ohne Kapitän, das so auf Dauer nicht ordentlich manövriert werden kann.

Der Weilheimer Bürgermeister Roland Ein weiteres Problem des Weilheimer Seniorenwerkes sind „Nachwuchssorgen“.

Nachdem im abgelaufenen Vereinsjahr wieder drei Mitglieder verstorben sind, ist deren Zahl auf nunmehr rund 30 geschrumpft. Unter den Verstorbenen war auch Rosa Gampp, die Anfang Januar kurz vor ihrem 100. Geburtstag verstarb. Mit Rosa Gampp ist damit das letzte Gründungsmitglied des 1990 ins Leben gerufenen Seniorenwerkes Weilheim gestorben.

Von Müßiggang kann im Vereinsleben des Altenwerkes St. Peter und Paul Weilheim indes keine Rede sein. Das kam im detaillierten Jahresrückblick von Schriftführerin Inge Stüber deutlich zum Ausdruck.

In ihrem Bericht erinnerte Inge Stüber an die Vielzahl der Veranstaltungen, die von den meisten der derzeit 30 Mitglieder des Seniorenwerkes regelmäßig besucht worden waren. Neben den internen Nachmittagsveranstaltungen, die einmal monatlich stattfinden, komplettierten gemeinsame Aktivitäten, unter anderem auch ein Tagesausflug, mit den Nöggenschwieler Senioren das abwechslungsreiche Programm.

Der Weilheimer Bürgermeister Roland Arzner attestierte dem Führungsteam gute Arbeit. „Sie haben ein buntes, abwechslungsreiches und interessantes Programm für ihre Mitglieder zusammengestellt. Ich hoffe stark, dass das so weitergeht.“ Allerdings befürchtet Arzner, dass der Verein auf der Hauptversammlung im kommenden Jahr bei den Vorstandswahlen vor dem gleichen Problem stehen wird.