Mit lang anhaltendem Applaus haben sich die rund 300 Konzertbesucher in der Haagwaldhalle in Remetschwiel beim Orchester des Musikvereins Brunnadern-Remetschwiel bedankt. Der Dank galt vor allem auch Dirigent Dagobert Ebner für das bemerkenswerte und wunderschöne Konzert.

Die rund 40 Musiker, darunter einige aus befreundeten Musikvereinen, boten unter der Leitung von Dirigent Dagobert Ebner ihrem Publikum einen ebenso abwechslungsreichen sowie unterhaltsamen Konzertabend. Den Auftakt zu der musikalischen Soiree macht das Orchester zwar der Jahreszeit, aber keineswegs dem Wetter entsprechend mit dem Stück „Winter Wonderland“ des amerikanischen Komponisten Felix Bernard. Der Klassiker wurde durch Sänger wie Dean Martin, Frank Sinatra oder Bing Crosby und viele weitere weltberühmt.

Swing und Rock

In der Folge des bunten Programms spielte das Orchester „Carmen Suite“, Melodien aus der Oper von George Bizet, und die spanische Ouvertüre „Alcazar“ von Kees Vlak alias Lliano, die ihre Zuhörer auf einen Spaziergang durch die spanische Metropole Sevilla nahm. Mit „Frank-Sinatra-Classics“, weltbekannten Liedern des amerikanischen Sängers und Entertainers, arrangiert von Stefan Schwalgin, und der „Serenade For Wind Band“ von Derek David Bourgeois, urspünglich für die Orgel komponiert, ging es in die Pause.

Mit einer Rock-Version von Johann Sebastian Bachs „Toccata in d-Moll“ ging es nach der Pause weiter. Dabei gab Schlagzeuger Leon Denz ein beeindruckendes Solo. Stürmisch forderte das Publikum eine Zugabe. Ebenfalls zu begeistern wussten die Trompeter Max Tröndle, Silvia Tröndle und Lothar Höfler mit ihrem Soloauftritt in dem Stück „La Tromba Española„ des deutschen Komponisten Roy Etzel.

Nach „Rock von der Küste“, einem Medley der norddeutschen Folk-Rock-Band Santiano, hatte Dirigent Dagobert Ebner einen bemerkenswerten Auftritt: Bei „Alphorntraum“ tauschte er den Taktstock gegen das riesige Instrument, dem er großartige Töne entlockte. Der Beifall des Publikums war ihm sicher. Den Taktstock hatte in diesem Stück Annette Holzapfel übernommen, die mit viel Charme durch den Konzertabend geführt hatte. Für den lang anhaltenden Applaus bedankten sich Dirigent und Orchester mit zwei Zugaben. Wie könnte es anders sein? Eine davon war eine Polka, die „Brauhauspolka“ von Lukas Bruckmeyer.