Bei der Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Weilheim gab es im Gasthaus „Adler“ keinen freien Platz mehr. Aufgrund der verheerenden Waldsituation war das Interesse immens. Vorsitzender Eduard Walde und Referent Stefan Rehm von der Waldgenossenschaft Südschwarzwald informierten über die Situation am Holzmarkt.

„Die Lage ist ernst. Derzeit wird europaweit das Drei- bis Vierfache an Holz geschlagen wie in den vergangenen Jahren“, führte Stefan Rehm aus. Die FBG Weilheim schlägt derzeit 19.000 Festmeter. Viel geschlagenes Holz geht an langjährige Partner wie die Firmen Dold, Braun und Gutex. Doch es wird auch versucht, Märkte in China oder Korea zu beliefern.

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„Eine geplante Bahnverladung in Stühlingen-Weizen würde ganz neue Vermarktungen ermöglichen, da derzeit auch ein großes Problem der weite Transport zu den nächst möglichen Bahnverladestellen ist“, legte Rehm dar. Da sich die Vermarktung schwer gestaltet und die Möglichkeiten ausgelotet werden, lautete die klare Aufforderung: „Keine Aufarbeitung ohne Rücksprache mit dem Revierleiter“, damit sich die Waldbesitzer nicht umsonst die Arbeit machen, weil das Holz nicht abgefahren werden kann.

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Aktuell bekommt die FBG Weilheim Unterstützung von der Firma Hohenzollern Forstdienste, die mit ihren Voll­erntern die Wälder aufforsten und das Holz selbst vermarkten. Weiter werden die Mitglieder darüber informiert, dass der langjährige Förster von Weilheim, Thomas Bernecker, ab 2020 keine Privatwaldbesitzer mehr betreut, dann übernimmt diese Aufgabe Gregor Allgeier. 2020 steigt der Dokumentenaufwand für Privatwaldbesitzer, um künftig die Dienstleistungen des Revierförsters in Anspruch zu nehmen.

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Helge von Gilsa, Leiter des Kreisforstamts, zeigte die Veränderungen der verschiedenen Wärmestufen auf, die der Klimawandel mit sich bringt. Die heimischen Baumarten werden in Zukunft deshalb nicht mehr die Richtigen sein.

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Obwohl der Landkreis Waldshut ein absoluter Schwerpunktbereich des Käferbefalls in Baden-Württemberg sei, habe der Besuch von Winfried Kretschmann bisher noch keine Hilfen gebracht. Helge von Gilsa sagte dazu: „Die Kollegen in Stuttgart nennen unser Gebiet in Waldshut ‚Holzverkaufs-Niemandsland‘“.

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Borkenkäfermanagerin Elena Kummerer zeigte den Vergleich der trockenen Jahre 2003, 2004, 2018 und 2019. Ingo Rothe erklärte den Mitgliedern die Zuschussmöglichkeiten sowie die Übersicht der Fördermittel zur nachhaltigen Waldwirtschaft. Peter Emmerich verlas den Kassenbericht. Die Kasse ohne Beanstandung geprüft haben Werner Villinger und Albert Leber.