Auch beim zweiten Vorstellungstermin zur Wahl des Weilheimer Bürgermeisters am 1. Juli zeigten die Bürger in Weilheim großes Interesse am Wahlprogramm der Kandidaten. Mit rund 330 Besuchern war die Nägeleberghalle in Weilheim sogar noch etwas besser besucht, als der erste Termin vergangenen Donnerstag in Remetschwiel.

Wahlprogramm und Publikumsfragen

Gut eindreiviertel Stunden lang hatten die Zuhörer die Gelegenheit, sich zu informieren und Fragen zu stellen. Die vier von fünf erschienen Kandidaten hatten in der Reihenfolge, wie sie auf den Wahlzetteln festgelegt ist, 15 Minuten lang die Möglichkeit, ihr Wahlprogramm vorzustellen. Im Anschluss hatten die Bürger ebenfalls 15 Minuten lang die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Friedhild Miller fehlt entschuldigt

Als erster Kandidat war Jan Albicker (parteilos) aus Bonndorf an der Reihe, gefolgt von Ralf Kuhlmey (parteilos) aus St. Blasien-Schlagetten, Peter Schmidt (parteilos) aus Häusern und Kai Dünkler (parteilos) aus Klettgau. Die Kandidatin Friedhild Miller aus Sindelfingen fehlte auch in Weilheim, dieses Mal aber entschuldigt.

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Genau wie in Remetschwiel machten die Zuhörer in der direkten Fragerunde eher wenig Gebrauch davon, die Kandidaten zu befragen. So wurde Kai Dünkler gefragt, weshalb er keine zusätzlichen Termine angeboten habe, um sich und sein Programm vorzustellen. Dünkler: „Ich gebe derzeit noch Alles für meinen Arbeitgeber. Da hatte ich keine Zeit für weitere Termine. Als Bürgermeister werde ich dann auch 100 Prozent geben.“

Wie man Gewerbe in die Gemeinde locken kann

In der allgemeinen Fragerunde wollte ein Bürger wissen, wie man Gewerbe in die Gemeinde locken könne. Hier waren sich, wie bei nahezu allen Fragen, alle ziemlich einig. „Wir haben an der B 500 begrenzte Gewerbefläche, wo sich bereits bestehende Betriebe ausweiten können. Im Rest der Gemeinde ist es schwierig, neue Gewerbeflächen zu schaffen", so Peter Schmidt.

Warum das Internet auf sich warten lässt

Die Frage, wie sie zu dem Standort Weilheim für das neue Kreiskrankenhaus stehen, beantworteten alle Kandidaten durchaus positiv. Allerdings müsse man ohnehin erst die Entscheidung des Landkreises abwarten, so Kuhlmey und Schmidt. Natürlich interessierte auch, warum es in Weilheim so lange dauert, bis man Zugang zum schnellen Internet habe. Hier betonten alle Kandidaten, dass man erst beginnen könne, wenn die erforderlichen Zuschüsse genehmigt sind. Auf einen Termin konnte und wollte sich niemand festlegen.

Zwei könnten sich Umzug nach Weilheim vorstellen

Eine Frage, die die Zuhörer offensichtlich brennend interessiert, ist, ob die Kandidaten im Falle ihrer Wahl ihren Wohnort in die Gemeinde verlegen würden. Ralf Kuhlmey und Peter Schmidt gaben an, an ihrem derzeitigen Wohnort wegen Eigentums festzuhalten. Jan Albicker und Kai Dünkler hingegen, können sich einen Umzug nach Weilheim vorstellen.