Guido Wolf, Landesminister für Europa, Tourismus und Justiz, war Gast beim öffentlichen Bürgerstammtisch im Gasthaus Waldhaus. Eingeladen hatte Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller. 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutierten Themen wie Tourismus-Herausforderungen sowie Probleme der Land- und Forstwirtschaft.

Neben Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner und der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Gabriele Schmidt, nahmen auch die Bürgermeister Jan Albicker (Weilheim) und Adrian Probst (St. Blasien) am Bürgerdialog teil. Ebenso zählte der ehemalige Landtagspräsident Peter Straub, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feierte, zu den Diskutanten.

Neues Tourismuskonzept

Gemeinsam mit rund 60 Anwesenden diskutierte Guido Wolf neben landes- und bundespolitischen Themen, die Möglichkeiten zur Stärkung des Ländlichen Raums. Anlass war das im Juli 2019 von Minister Wolf vorgestellte Tourismuskonzept.

Hartmann-Müller betonte: „Die neue Tourismusstrategie kommt zum richtigen Zeitpunkt und greift wichtige Handlungsfelder auf. Denn Baden-Württemberg als Urlaubsregion Nummer 1 in Deutschland und damit auch der Hochrhein und der Schwarzwald stehen vor bedeutenden Veränderungen. Die Digitalisierung, der demografische Wandel, aber auch der Wettbewerb mit anderen Urlaubsdestinationen machen deutlich, dass auf unsere Urlaubseinrichtungen große Aufgaben warten.“

Lebensqualität als Wirtschaftsfaktor

Der Tourismusminister betonte, dass ein starker Ländlicher Raum maßgeblich von einem starken Tourismus abhängt. Er sichere Lebensqualität und sei ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. In Baden-Württemberg seien etwa mehr Menschen im Tourismus beschäftigt als in der Automobilindustrie.

In der Diskussionsrunde wurde deutlich, dass die Zukunft des Tourismus am Hochrhein und im Schwarzwald auch von der Land- und Forstwirtschaft abhängt. So äußerten sich etwa der ehemalige Präsident des Schwarzwaldvereins, Meinrad Joos, und die ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete, Gabriele Schmidt, besorgt über die Situation der Wälder.

Hartmann-Müller und Minister Wolf betonten: „Die Situation in unseren Wäldern ist dramatisch und ist auf die politische Unterstützung angewiesen. Es ist daher wichtig, dass Finanzministerin Sitzmann die von Forstminister Hauk beantragten zusätzlichen jährlichen 40 Millionen Euro frühzeitig freigibt. Unsere Waldbesitzer brauchen klare und schnelle Signale.“