Mit schier nicht enden wollendem Applaus bedankten sich die rund 300 Konzertbesucher in der Haagwaldhalle in Remetschwiel beim Orchester des Musikvereins Brunnadern-Remetschwiel. Dabei galt der Dank vor allem auch Dirigent Dagobert Ebner, für ein bemerkenswertes und wunderschönes Konzert. Dabei waren die Voraussetzungen für das Gelingen des Jahreskonzerts zunächst alles andere als ideal. Nachdem sich der Musikverein von seinem Dirigenten getrennt hatte, hatte Dagobert Ebner die Leitung des Orchesters erst im September dieses Jahres übernommen.

Großes Engagement und Fleiß 

In der knappen verbleibenden Zeit war es Dagobert Ebner jedoch gelungen, die rund 40 Musiker des Orchesters, in dem auch einige Musiker aus befreundeten Vereinen saßen, hervorragend einzustimmen. Dagobert Ebner zeigte sich nach dem Konzert ausgesprochen zufrieden mit der Leistung des Orchesters: „Ohne das große Engagement und den Fleiß der Musikerinnen und Musiker während der zahlreichen Proben in der doch eher knappen Vorbereitungszeit wäre der heutige Abend so nicht möglich gewesen.“

Den kraftvollen Auftakt zu der musikalischen Soiree machte das Orchester mit der Einleitung aus der sinfonischen Dichtung „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauß, die vor allem durch Stanley Kubricks Filmklassiker „2001 – Odyssee im Weltraum“ berühmt wurde.

Beim Jahreskonzert ehrte Katharina Bellen, Vorsitzende des Musikvereins, Peter Henninger für 60 Jahre Musizieren.
Beim Jahreskonzert ehrte Katharina Bellen, Vorsitzende des Musikvereins, Peter Henninger für 60 Jahre Musizieren. | Bild: Claus Bingold

In der Folge des farbigen Programms spielte das Orchester die Stücke „Queens Park Melody“, ein musikalischer Spaziergang durch den Londoner Park von Jacob de Haan, die Simphonic Rock Ouverture „Dramatic Tales“ die Markus Götz zum 750-jährigen Bestehen der Gemeinde Todtmoos komponiert hat.

Unter dem Titel „Moment For Morricone“ entführte das Orchester in den Wilden Westen. Der Holländer Johan de Meij hat die Melodien von Ennio Morricone aus den Filmen „Zwei glorreiche Halunken“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ für Blasorchester arrangiert. Der Konzertwalzer „An der schönen blauen Donau“ von Walzerkönig Johann Strauß markierte beschwingt den Schlusspunkt vor der Pause.

„Böhmische Liebe“  als Zugabe

Den zweiten Teil der musikalischen Soiree eröffnete das Orchester mit der Softrock-Ballade „Sailing“ von Gavin Sutherland, die vor allem durch die Interpretation von Rod Steward bekannt geworden ist. In dem Stück „Besame Mucho“ von Consuelo Velasquez konnte Solistin Manuela Fehrenbacher auf dem Flügelhorn ihr Können beweisen. Das Publikum forderte eine Zugabe, die gerne gegeben wurde.

Einen weiteren Soloauftritt hatte, begleitet vom Orchester, Sängerin Vera Jurisch aus Dachsberg, die mit der Pop-Ballade „One Moment In Time“ von Albert Hammond das Publikum im Saal begeistere. Das Stück „African Symphony“ von Van McCoy und der Konzertmarsch „Blasmusik-Grüße“ von Matthias Gronert vervollständigten das Programm des Konzerts.

Für den lang anhaltenden Applaus bedankten sich Orchester und Dirigent mit der Polka „Böhmische Liebe“ (Gesang: Vera Jurisch und Roland Senn) und dem „O Vitinho“ von Francisco Marques Neto als Zugaben, einen der schönsten Märsche aus Portugal, der die beschwingte Heiterkeit des Landes zum Ausdruck bringt. Außerdem gab Vera Jurisch noch einmal das Solostück „One Moment In Time“ zum Besten – zur Freude des Publikums.