Einen unerwarteten Besucheransturm gab es bei der Premiere der Dietlinger Sommerkonzerte am Pfingstmontag. Schon lange vor Beginn der Matinee waren die Stuhlreihen belegt, sodass für viele Gäste nur noch Stehplätze übrig blieben. Das Publikum war vom Auftritt des Trios Ninth Ear, bestehend aus der Engadiner Sängerin Barbara Balzan sowie Adelina Filli am Kontrabass und Thomas Silvestri am Piano, begeistert. Geboten wurde ein Mix aus Jazztiteln und ungewöhnlich arrangierten Popsongs.

Voll besetzt waren die Zuhörerränge beim ersten Dietlinger Sommerkonzert.
Voll besetzt waren die Zuhörerränge beim ersten Dietlinger Sommerkonzert. | Bild: Stefan Pichler

In ihrer Begrüßung dankte Barbara Balzan zunächst den Veranstaltern Regina und Andreas Hoffmann dafür, dass beide auch weiterhin in ihrem umgebauten Kuhstall in Dietlingen dem Jazz eine Bühne bieten wollen. Namentlich erwähnte sie in diesem Zusammenhang auch Matthias und Gabi Hilpert aus Heubach, die seit dem Jahr 2017 mit großem Erfolg Hauskonzerte veranstalten und den Kontakt vermittelt hatten.

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Dass Barbara Balzan zu den besten Jazzsängerinnen der Schweiz gehört, bewies sie schon zu Beginn mit dem Titel „I‘m Falling In Love Too Easily“. Mit ihrer dunklen, weichen Stimme interpretierte sie gefühlvoll dieses anspruchsvolle Stück. Thomas Silvestri und Adelina Filli zeigten mit ihrer Begleitung und den solistischen Einlagen, dass sie perfekte Jazzmusiker sind.

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Ein Markenzeichen der Sängerin sind ungewöhnliche Arrangements bekannter Popsongs. So begeisterte sie gleich zu Beginn mit „And Love Her“ und „Norwegian Wood“ von den Beatles, arrangiert von Thomas Silvestri. Bei „Zoanas“ von Maria Teresa Vera entführte Barbara Balzan ihreZuhörer in die Welt der kubanischen Musik. Mit „Cry Me A River“ von Arthur Hamilton ging es dann in die Pause.

Für den Applaus am Ende des Konzertes bedankten sich Thomas Silvestri, Barbara Balzan (Mitte) und Adelina Filli.
Für den Applaus am Ende des Konzertes bedankten sich Thomas Silvestri, Barbara Balzan (Mitte) und Adelina Filli. | Bild: Stefan Pichler

Weitere Beispiele ihrer außergewöhnlichen Begabung des Genres Jazz lieferte die Sängerin im zweiten Teil mit „Sorry Seems To Be The Hardest Word“ von Elton John, „Calling You“ aus dem Film „Out Of Rosenheim“ oder „Tomorrow Never Dies“ von Sheryl Crow aus dem gleichnamigen James-Bond-Film. Sein großartiges Können als Pianist bewies Thomas Silvestri bei dem Instrumentaltitel „Someday My Prince Will Come“. Das Trio verabschiedete sich von dem begeisterten Publikum mit dem Klassiker „All Of Me“.