Noch vor den Versammlungsverboten infolge der Corona-Pandemie hat der Maschinen- und Betriebshilfering (MBR) Waldshut in der Nägeleberghalle in Weilheim Bilanz gezogen. Landrat Martin Kistler betonte dabei, wie wichtig der MBR für die landwirtschaftlichen Betriebe sei. MBR-Vorsitzender Philipp Käppeler wehrte sich gegen die Vorwürfe, dass die Landwirte für das Artensterben, den Rückgang biologischer Vielfalt und die Belastung durch schädliche Klimagase verantwortlich sei: „Als Minderheit die Landwirtschaft zum Schuldigen für all diese Probleme zu machen, ist leicht und befreit viele davon, an Selbstkritik zu denken.“

„Hinter dem Maschinen- und Betriebshilfering (MBR) Waldshut und seiner Tochtergesellschaft Mura GmbH liegt ein erfolgreiches Jahr 2019“, mit diesen Worten eröffnete Joachim Tröndle, Geschäftsführer des MBR, seinen Rechenschaftsbericht. Rund ein Drittel der 730 Mitglieder nehmen die Leistungen des MBR regelmäßig in Anspruch.

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Einen der wichtigsten Zweige des MBR stellt die Betriebshilfe für die Mitglieder dar. Die Betriebshilfe tritt dann in Kraft, wenn ein Landwirt beispielsweise durch Krankheit ausfällt. Hier dankte Geschäftsführer Joachim Tröndle den Mitarbeitern Peter Wassmer und Benjamin Frisch, die im vergangenen Jahr insgesamt 3436 Stunden bei 24 Einsätzen leisteten.

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Die Tochtergesellschaft Mura GmbH hatte im vergangenen Jahr Gesamteinnahmen in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Diesen Einnahmen stehen Ausgaben in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro gegenüber. Nach Abzug der Löhne für die Mitarbeiter und aller übrigen Kosten wird nach Einschätzung von Joachim Trödle ein Gewinn von rund 45.000 Euro vor Steuern erwartet. „Wir werden dieses Geld wieder für Neu­investitionen verwenden“, so Tröndle.

Der Maschinenpark des MBR ist gut sortiert. Darunter befinden sich unter anderem fünf Lastwagen, Anhänger, Miststreuer, Bagger und Tieflader, ein Holzhächsler, Kreiseleggen mit Sämaschinen und Mietschlepper. Bei den Dienstleistungen konnte Tröndle berichten, dass rund 135.000 Schüttraummeter Holzhackschnitzel produziert worden waren.

An Rheinkalk wurden im vergangenen Jahr 8696 Tonnen (527 Fuhren) in Leibstadt abgeholt. Außerdem waren die Fahrzeuge des MBR zum Ausbringen des Kalks (5750 Tonnen) und von Mist und Kompost (520 Stunden) unterwegs. Weitere Betätigungsfelder des MBR sind die Übernahme von kommunalen Aufträgen wie Schneeräumen, Rasenpflege und Grünabfallverwertung (rund 29.500 Kubikmeter).

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