Das Osterkonzert des Musikvereins Weilheim gehört in Weilheim zu Ostern, wie bunt bemalte Eier oder farbenprächtige Frühlingssträuße. Genau so, bunt und facettenreich, war das Programm der musikalischen Soiree in der komplett ausverkauften Weilheimer Nägeleberghalle. Am Ostersonntag verwöhnte das Orchester des Musikvereins Weilheim unter der Leitung seines Dirigenten Jörg Murschinski seine Zuhörer mit einem Konzert von höchst anspruchvollem Niveau.

Mit intensiven Register- und Gesamtproben hatte Dirigent Jörg Murschinski sein Orchester mit rund 50 Musikerinnen und Musikern auf den Höhepunkt des Jahres vorbereitet. Stimmen aus den Reihen des Publikums spiegelten die einhellige Meinung wieder, dass Jörg Murschinski mit der Auswahl der Stücke absolut richtig lag, und die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins einmal mehr begeistern konnten. Dass beim Musikverein Weilheim gute Nachwuchsarbeit geleistet wird, zeigte sich darin, dass auch in diesem Jahr mit Anna Seipp (Querflöte), Antonia Frank (Trompete), Vanessa Stüber (Tenorhorn) und Jan Gamp (Posaune) wieder vier junge Musikerinnen und Musiker aus den eigenen Reihen erstmals im Orchester saßen.

Dirigent Jörg Murschinski hatte gut Lachen. Zufrieden mit der Leistung seiner Musikerinnen und Musiker nahm er gerne den Applaus des begeisterten Publikums entgegen.  Bilder: Claus Bingold
Dirigent Jörg Murschinski hatte gut Lachen. Zufrieden mit der Leistung seiner Musikerinnen und Musiker nahm er gerne den Applaus des begeisterten Publikums entgegen. Bilder: Claus Bingold

Viele Infos zu den Stücken

Das Programm der musikalischen Soiree, durch die Madeleine Huber mit viel Informationen zu den einzelnen Stücken führte, war im ersten Teil eher klassisch geprägt und startete kraftvoll mit Beethovens „Yorck’scher Marsch“, den er 1809 für die Böhmische Landwehr komponiert hatte. Die „English Folk Song Suite“, einer auf Volksliedern basierenden Komposition des Engländers Ralph Vaughan Williams, die ausdrucksstarke Ouvertüre „Der Nöck“ von Felix Husadel, „Oregon“ die musikalische Darstellung der Erschließung des amerikanischen Westens vom Niederländer Jacob de Haan, und „Morning Star Variations“, eine Komposition des Belgiers Bert Appermont auf der Grundlage des berühmten Chorals „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Philipp Nicolai aus dem Jahr 1597 komplettierten die Melodienfolge vor der Pause. Der zweite Teil des Konzertabends war dann eher moderner Unterhaltungsmusik gewidmet.

Pfiffige Rythmen

Los ging’s mit „Pop City“, pfiffige Rythmen vom Franzosen Thierry Deleruelle, gefolgt von „Hollywood Milestones“; Filmmusik aus elf der berühmtesten Hollywoodproduktionen, „The Pathfinder of Panama“ vom amerikanischen Komponisten John Philip Sousa anlässlich der Eröffnung des Panamakanals komponierten Marsch, und einem Medley aus Songs von Eric „Slowhand“ Clapton. Den Schlusspunkt des Konzertes markierte „Encore“, eine Komposition des Japaners Yo Goto, in der sich, ähnlich wie bei Bands, jedes Register des Orchesters mit kurzen Soloeinlagen vorstellen konnte. Mit zwei Zugaben bedankten sich Jörg Murschinski und sein Orchester für den lang anhaltenden und begeisterten Applaus des Publikums in der Nägeleberghalle.