Es war kein besonders ergiebiges Jahr, von dem Werner Leber, Vorsitzender des Imkervereins Waldshut-Tiengen, auf der jüngsten Hauptversammlung im Gasthaus „Kranz“ in Nöggenschwiel berichten konnte.

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„Nach einem frühen Start im vergangenen Jahr“, so Werner Leber, „kam es dann im Mai für unsere Bienen zu einem richtigen Notstand. Gut, wer genügend Futter in seinen Völker hatte.“ Leber musste berichten, dass er noch nie so spät Blütenhonig geschleudert habe. „Einige Imker haben sogar vollständig auf die erste Schleuderung verzichtet, da einfach nichts zu holen war.“

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Auch im Sommer konnte laut Leber nur vereinzelt eine zufriedenstellende Honigernte eingebracht werden. Auch das Thema Faulbrut bereitete den Imkern im vergangenen Jahr wieder Sorgen. Da aber nur wenige Völker betroffen waren, besteht jetzt die Hoffnung, dass für viele Jahre Ruhe einkehren wird. „Beim Befall durch die Amerikanische Faulbrut ist nur mit hartem Durchgreifen Erfolg garantiert“, so Leber. „Je früher der Befall erkannt und bekämpft wird, desto geringer ist die Zahl der infizierten Völker.

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Lieber das eine oder andere Volk rechtzeitig ausmerzen, als über Jahre hinweg die Belastungen durch den Befall zu riskieren“.

Tipp gegen Milben und Viren

Die Anzahl der Bienenvölker ist im Vereinsgebiet von 526 im vergangenen Jahr um 20 auf 546 im Januar dieses Jahres gestiegen. Um die Übertragung von Milben und Viren unter den Völkern einzudämmen, empfiehlt Werner Leber seinen Imkerkollegen, die Bienenstöcke in möglichst großem Abstand zueinander aufzustellen.

Der Anfängerkurs, den der Imkerverein Waldshut-Tiengen ab dem 28. März anbieten wollte, ist aus gegebenem Anlass auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Hauptversammlung hat noch vor dem amtlich angeordneten Verbot von Vereinsversammlung stattgefunden. Zum Schutz unserer freien Autoren erfolgte die Berichterstattung auf der Basis von Telefon-Recherchen.