Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit: Zehn Weinbaubetriebe laden zum Weinweg in Flammen am Tüllinger. Auf die Namen gebenden Flammen muss die trendige Werbeveranstaltung in diesem Sommer allerdings verzichten. Wegen der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen Brandgefahr haben sich die Veranstalter in Absprache mit der Weiler Feuerwehr darauf verständigt, weder Feuertürme zu entzünden noch die an der Wegstrecke verteilten Schwedenfeuer brennen zu lassen.

  • Brandgefahr: Aus der Sicht von Stadtbrandmeister Frank Sommerhalter und von Haltingens Abteilungskommandant Jürgen Engler ist die Gefahr, dass durch Funkenflug ein Flächenbrand entstehen könnte, einfach zu groß. In Absprache mit den veranstaltenden zehn Weinbaubetrieben ist man deshalb übereingekommen, auf das nächtliche Feuerspektakel zu verzichten. „Das ist schade, aber es geht unter den gegebenen Umständen nicht anders“, sagt auch Evelyne Liebert, die bei der Weiler Wirtschaft und Tourismus GmbH für die Organisation der sehr beliebten Veranstaltung zuständig ist.
  • Startzeit: Den hochsommerlichen Temperaturen ist auch noch eine weitere Veränderung geschuldet: Der Start des Weinwegspektakels wird angesichts der für Samstag angekündigten 36 Grad am späten Nachmittag von 17 auf 18 Uhr nach hinten verlegt. Das Ende der Veranstaltung bleibt davon aber unberührt. Schluss ist so oder so um 23 Uhr, wenn es übrigens immer noch 27 Grad warm sein soll.
  • Naturschützer mit Infostand: Der Weinweg in Flammen hat bei den bislang vier Auflagen eine bewährte Form entwickelt, von der nun auch bei der fünften Veranstaltung nicht abgewichen werden soll. Allerdings gibt es nun erstmals einen Informationsstand, an dem Naturschutzorganisationen den Besuchern die Besonderheiten des Naturschutzgebiets Tüllinger Berg näher bringen und für die Rücksichtnahme auf die Natur werben. Weil der Tüllinger auch Vogelschutzgebiet ist, hatte es in der Vergangenheit längere Debatten darüber gegeben, ob und unter welchen Umständen eine Veranstaltung wie der Weinweg überhaupt mit den Interessen des Schutzgebietes in Einklang zu bringen ist. Vor zwei Jahren hatte deshalb ein Ornithologe die Veranstaltung begleitet, im Nachgang aber festgestellt, dass keine negativen Auswirkungen festzustellen seien. Die Besucher hätten sich an die Vorgaben gehalten, nicht vom Weinweg abzuweichen und keinen unnötigen Lärm zu machen. In diesem Jahr ist nun keine neuerliche Begutachtung mehr erforderlich.

Am Infostand stehen nun Vertreter von Truz, Vogelschutz Riehen, der Landschaftserhaltungsverbände (LEV) und der Fachwarte Markgräflerland den interessierten Besuchern zur Verfügung, um Infos aus erster Hand über das Schutzgebiet zu geben. Außerdem schenken sie Apfelsaft von Streuobstwiesen aus, die am Tüllinger bekanntlich von besonderer Bedeutung sind.

  • Standplätze für Taxiseingerichtet: Einer Veranstaltung im Naturschutzgebiet steht es natürlich gut an, wenn die Besucher zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. Auf jeden Fall aber sollen Autos nach Möglichkeit daheim stehen bleiben, zumal es ohnehin keine Parkplätze entlang der Strecke oder in der näheren Umgebung gibt. Um den Besuchern den Umstieg auf das Taxi noch ein wenig schmackhafter zu machen, haben die Veranstalter dieses Mal nun an den beiden Enden der Strecke in Ötlingen und in Altweil zwei Taxistandplätze ausgewiesen.
  • Weinbaubetriebe: Für das gastronomische Rahmenprogramm der Weinwegveranstaltung sorgen wieder zehn Weinbaubetriebe aus Weil am Rhein, Haltingen, Ötlingen, Riehen, Tüllingen und Efringen-Kirchen. Neben ausgesuchten Weinen aus ihren Kellern haben alle auch mehr oder weniger deftige Vesper auf der Karte.