Kaum zu glauben, aber am Freitag, dem 11.11., wird schon wieder eine neue Fasnachssaison eröffnet. Mit dem ersten Film über das Schnitzelbangg-Singen, den Michael Sesiani im Auftrag der Interessengemeinschaft Wiler Schnitzelbängg (IGS) gedreht hat, kann man sich schon jetzt auf die närrische Zeit einstimmen. „Es ist Zeitgeschichte in Satireform“, erzählte IGS-Sprecher Stefan Arndt, der auch die Idee für diesen ersten Film hatte. Seinem Vorschlag stimmten Dr Schnurrefriedli un dr Knecht, Zündkerzli, Ghetto-Singers der Alti Fabriknäscht Cligge, Mooswaldsiechä, Rhy-Deufel, D'Riisneegel, Lachsfrässer und das Schrätteli-Chörle begeistert zu.

Sicher mache es in etwa 20 Jahren einen Riesenspaß, den Hohn und Spott in Versform des Jahres 2016 nochmals verfolgen zu können, ist sich Arndt sicher. Eigentlich sollte der rund 60 Minuten lange Film nur für die Akteure gedreht werden. Die Fangemeinde und das Interesse an den Schnitzelbangg-Auftritten sei aber groß, so habe man sich entschlossen, die DVD auch den eingefleischten Fasnachtsfreunden anzubieten. Den Streifen drehte Hobby-Filmer Michael Sesiani, der an allen drei Abenden die Auftritte der „Künstler“ in der Chläbi-Grotte oder im Alten Rathauskeller filmte.

Insgesamt opferte Sesiani für das Filmen und Herstellen der kurzweiligen DVD rund 250 Stunden. Das Cover kreierte Lachsfrässer Stefan Arndt, der auch durch das Werk führt und alle Gruppen und ihre Eigenheiten vorstellt. Natürlich erzählt er auch die lange Geschichte der Wiler Schnitzelbängg, die in den 1920er-Jahren von Basel herüberschwappte. Mit der Alte Fabriknäschtcligge ging es los, es folgten die Clique zu Wasser, Luft und Land sowie die Leopoldshöher Müllabfuhr. Zahlreiche Hobby-Künstler wie die Giftzwerge, Edelzwicker, Zwei Vagabunden, Gränzgumsele, Rhy Waggis oder Don-Ca-Wil-O und sii Minischdrand setzten die lange Liste fort. OB Wolfgang Dietz, selbst gerne Gast bei den Schnitzelbangg-Abenden, lobte bei der Präsentation die Auftritte der Bänkelsänger. Sie seien immer am Puls der Zeit, bissig, manchmal wahr, aber immer unterhaltsam. Bei Interesse am Film kann man sich an Stefan Arndt weden unter stefanarndt@hotmail.com.

Übrigens: Am 25. Februar sowie am 3. und 4. März schütten die Schnitzelbänggler in Weiler und Haltinger Beizen wieder ihren Hohn und Spott aus – dabei sein lohnt sich auf alle Fälle.