Seit 15 Jahren touren Florian Schroeder und Volkmar Staub mit ihrem kabarettistischen Jahresrückblick erfolgreich durch die Bundesrepublik. Doch nach der Wintertournee 2018/19, bei der das Duo am 1. Februar 2019 in der Stadthalle Tiengen gastiert, macht das kabarettistische Duo Schluss mit seinem „Zugabe“-Programm, in dem es die politischen Ereignisse Revue passieren lässt. Nach dieser finalen Runde gehen die beiden aus Lörrach stammenden Wahlberliner künftig getrennte Wege.

Volkmar Staub, ein Urgestein des politischen Kabaretts, hat sich für die Zukunft ein neues Format ausgedacht: den satirisch-musikalischen „Jahresrockblick“, mit dem er ab Winter 2019 unterwegs ist. Mit dabei zwei erfahrene Musiker, der Jazzbassist Gerd Maier und der aus der Rockszene kommende Pianist Michael Summ, die sich humorvoll „Das Badische Sympathie Orchester“ nennen. Einen ersten Vorgeschmack gab das südbadische Rocktrio beim Kieswerk Open Air im Dreiländergarten in Weil am Rhein. Dort konnte man sich einen Eindruck von den kritisch-ironischen Liedern mit jazzig-rockigen Klang verschaffen. Als Text- und Melodielieferant fungiert Volkmar Staub, der auch in seinen bisherigen Soloprogrammen gern mal an seine früheren Liedermacherzeiten anknüpft und zur Gitarre greift – schließlich hat er mal als Liedermacher angefangen.

In der neuen Besetzung, die für Groove und Drive sorgt, schöpft Staub das musikalische Potenzial nun noch kräftiger aus. Im „Videocheck-Song“ kritisiert er zur Melodie von „Hit The Road Jack“ die totale Überwachung im Zeitalter von Google und Amazon, im „Rundum Sorglos-Blues“ singt er sarkastisch von „Investmentfuzzis“ und Banken, die nichts aus der Finanzkrise gelernt haben. In einem „Hasschanson“ über die AfD erhebt Staub in agitativer Schärfe seine Stimme gegen den Rechtsruck. Aktuelle Missstände nimmt er in gewohnt bissiger Manier aufs Korn. So geht es im „Fipronil Rock“ um Lebensmittelskandale, im Lied über den Diesel-Abgasskandal frotzelt er, dass er mit einer Mogelsoftware seine „inneren Werte“ aufpoliert, und im „Jailhouse Rock“ über die Machenschaften der Fifa lässt er es fetzig rocken. Neben eigenen Stücken hat der singende Vollblutkabarettist auch Mundartchansons des Berner Liedermachers Mani Matter im Programm, gecovert und neu interpretiert.