Es waren 73 gute Jahre für den VdK-Ortsverein Öflingen (Gründungsjahr 1948) und nicht minder erfolgreiche für die Wehrer Ortsgruppe, die etwas später, in den 1950er Jahre an den Start ging. Beide Organisationen kämpfen seit ihrem Bestehen für soziale Gerechtigkeit und um das Wohlergehen von benachteiligten Menschen. Was bisher ortsspezifisch getan wurde, wird zukünftig gemeinschaftlich geschehen. Denn seit vergangenen Samstag sind die beiden VdK-Vereine zusammen. Agieren werden sie zukünftig unter dem Namen VdK Wehr-Öflingen.

Bei der ersten gemeinschaftlichen Hauptversammlung wurde legalisiert, was seit nunmehr dreieinhalb Jahren die Vorstände der beiden Ortsgruppen beschäftigte, nämlich deren Fusion. Das Veto für das Zusammengehen fiel bei der Abstimmung sehr erfreulich aus.

Die das Prozedere leitende VdK-Kreisverbandsvorsitzende Lucia van Kreuningen (Eggingen) musste keine Gegenstimmen notieren und konnte am Ende auch der Versammlung einen kompletten Vorstand präsentieren. Zwar nicht paritätisch besetzt, aber so wie es dem Mitgliederanteil in beiden Ortsteilen entspricht. Und die Überraschung dabei: An vorderster Front steht ein Mann, der bereits 12 Jahr lang die Spitzenfunktion im Wehrer Ortsverein innehatte: Walter Kaufmann.

Es brauchte zwar einen geheimen Wahldurchgang bis dieser gewählt war – es gab einen Gegenkandidaten – am Ende sicherte sich Kaufmann aber dreiviertel aller Stimmen. Die Ämter dahinter gingen an Rainer Braun (Zweiter Vorsitzender), Helga Heuschmid-Keiper (Schriftführerin), Waldemar Albiez (Rechner), Gabriele Stern (Frauenbeauftragte) sowie Heinz Hess, Heidi Woldert, Sigrid Ducke, Kurt Wenk und Marianne Deiss (Beisitzer:innen). Für van Kreuningen ist der Zusammenschluss das Ergebnis eines Prozesses der längst hätte stattfinden sollen und auch gefordert wurde.

Auch die Vertreterin von Bürgermeister Michael Thater, Stadträtin Sabine Kramer-Rempe, begrüßte die Fusion. Jetzt wachse zusammen was zusammengehört. Respekt zollte sie der Arbeit des VdK auf allen Gebieten.

Lässt es Corona zu, will die neue Ortsgruppe schon bald wieder an die Arbeit gehen. In Planung ist die Weihnachtsfeier. Im Frühjahr 2022 soll dann wieder das Programm starten. Das sieht monatliche Treffs vor – allerdings nicht mehr freitags – und regelmäßige Busfahrten, wie sie die Öflinger liebten. Was sich im Moment ändert sind die Rechtsberatungen. Die finden für die Wehrer derzeit in Lörrach statt. Waldshut-Tiengen soll aber reguläre Anlaufstelle bleiben, wie die Kreisverbandsvorsitzende van Kreuningen sagte.