Am Ende hat es knapp für einen Bestwert gereicht: Der Windpark auf dem Haseler Glaserkopf hat im vergangenen Jahr 21,8 Gigawattstunden Strom erzeugt und damit erneut einen Rekord aufgestellt. Im Vergleich zu 2019 steigerten die drei Windkraftanlagen der EnBW ihren Gesamtertrag um rund 500 Megawattstunden. Nach einem windschwachen Dezember konnte erst an Heiligabend der Vorjahreswert erreicht werden. Mit der produzierten Strommenge könnte der Jahresbedarf der Bevölkerung einer Stadt der Größe von Bad Säckingen (ca. 17.000 Einwohner) abgedeckt werden.

Windstärkster und damit ertragreichster Monat des vergangenen Jahres war der Februar, der 3,4 GWh auf den Zähler brachte. Vergleichsweise schwach hingegen der Dezember, in dem nur 1,55 GWh produziert wurden. Im Dezember 2010 waren es noch 3,65 GWh – bis heute absoluter Rekordwert für einen einzelnen Monat. In neun der zwölf Monate konnte der Windpark seinen Ertrag steigern, lediglich März, September und Dezember lagen unter den Vorjahreswerten.

Eine Entscheidung, ob Windpark-Betreiber EnBW noch ein viertes Windrad auf dem Glaserkopf installieren will, ist noch nicht gefallen. „Unser Ziel ist die Realisierung dieser Anlage“, so EnBW-Sprecher Ralph Eckhart. „Da wir die Genehmigung bereits vor einigen Jahren erhalten haben, müssen wir nun aber erst einmal die aktuellen wirtschaftlichen und technischen Randbedingungen prüfen und dann das Projekt neu bewerten.“