Wer coronabedingt nicht verreisen kann, der entschwebt eben auf den Flügeln der Fantasie. Oder er malt die Impressionen von Meeresstränden, Wellen oder mediterranen Landschaften selbst. Dazu bietet die Sommerakademie der Wehrer Malerin Elena Romanzin viele Gelegenheiten. Und sie sorgt dafür, dass jeder Kursteilnehmer mit einem Erfolgserlebnis nach Hause gehen kann.

Farben und Farbtafeln sind unerlässliche Utensilien für Elena Romanzins Sommerakademie.
Farben und Farbtafeln sind unerlässliche Utensilien für Elena Romanzins Sommerakademie. | Bild: Michael Gottstein

Insgesamt elf Workshops werden bis Dienstag, 25. August, angeboten, und zwar auf dem Festplatz bei der Stadthalle, wo die Abstands- und Hygieneregeln problemlos einzuhalten sind. Nicht nur für die Teilnehmer sind diese Kurse eine Urlaubskompensation, auch für die Malerin selbst ist die Akademie nicht unwillkommen, denn gerade die Kulturszene litt wegen abgesagter Konzerte und Ausstellungen besonders unter dem Lockdown.

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Im Sommer war Elena Romanzin unterwegs und besuchte die Ostseeküste, wo sie auf der Halbinsel Darß Malkurse gegeben und inspirierende Eindrücke vom Meer gesammelt hatte. Zum Meer hat sie ohnehin eine besondere Affinität, da sie nur 300 Meter vom Mittelmeer entfernt aufwuchs.

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Als Anregung und Aufgabe für die Teilnehmer ihres Montagsworkshops brachte sie Fotos von Leuchttürmen mit, die die „Schüler“ auf kleinformatigen Bildern in Acrylfarbe wiedergeben sollten – eine Aufgabe, die sich an einem Tag bewältigen lässt, so dass die Teilnehmer mit einem greifbaren Ergebnis nach Hause gehen konnten. Gleichzeitig lernten sie viel über die Technik der Malerei, auch wenn man zum Erlernen der Grundlagen am besten die Herbstkurse besuchen sollte.

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„Ich habe ein Motiv ausgewählt, das man recht einfach auf den Hintergrund malen kann“, so Elena Romanzin. Doch auch bei einer für Anfänger geeigneten Aufgabe gilt es, die Eigenheiten der Farben zu bedenken. So mussten die Teilnehmer den Leuchtturm erst mit weißer Farbe grundieren. „Wenn man auf blauen Hintergrund die rote Farbe aufträgt, bekommt man einen violetten Farbton“, erklärte die Malerin, die als didaktische Hilfsmittel zwei Farbtafeln mitgebracht hatte.

Gegen Mittag waren die Schüler schon so weit fortgeschritten, dass der Hintergrund fast fertig und das Motiv erkennbar war. Für Bettina Mielke war der Workshop eine Premiere. Sie hatte sich angemeldet, um die ersten Grundlagen der Malerei kennen zu lernen. Die anderen brachten schon gewisse Erfahrungen mit, etwa Andrea Gnaiger, die bereits einen Zeichenkurs bei Elena Romanzin zum Thema Perspektive gemacht hatte und nun den „Spaß am Malen vertiefen“ wollte. Rosemarie Renk war ebenfalls zufrieden, weil sie in dem Workshop viel über die Mischung der Farben gelernt hatte. Ein erfahrender Kursteilnehmer war auch Andreas Ühlin. Seine wichtigste Lektion: „Man muss das Bild vom Hintergrund zum Vordergrund malen.“