Geht in der Wehrer Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) bald das Licht aus? Das könnte dann passieren, wenn sich kein Ersatz für die derzeitige Vorsitzende Regina Schmied findet. Die kommissarische Amtsträgerin hat nicht vor noch einmal zu kandidieren. Für sie soll nach bald 25-jähriger Mitarbeit im Vorstand nun Schluss sein. Seit September führte Schmied die Wehrer Awo. Sie war Nachfolger von Siegfried Eckert, der in schwieriger personeller Lage 2019 die Leitung der Wehrer Ortsgruppe übernahm, jetzt aber diese aus der Hand geben musste. Vor zwei Jahren stand der Verein vor einer ähnlichen Lage. Damals gab Gerhard Lehnert das Ruder aus der Hand. Nach dem dieser mehrmals sein Ausscheiden ve

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rschoben hatte und eine nochmalige Kandidatur abgelehnt hatte kam mit Siegfried Eckert die Rettung in höchster Not. Eckert sprang in die Bresche. Dass dieser schon bald wieder den Posten aufgeben würde, damit hatte niemand gerechnet. Vize-Vorsitzende Regina Schmied übernahm, – als Übergangslösung. Dass sie dauerhaft bleiben werde, schloss sie von vornherein aus.

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Fast ein Vierteljahrhundert arbeitet die Frau schon im Vorstand der Wehrer Awo mit. 13 Jahre davon war sie Vorsitzende. Dass man nach so viel Jahren aufhören und die Verantwortung in jüngere Hände geben möchte, ist sicherlich verständlich. Dass es nach ihr womöglich keine Wehrer Awo mehr geben könnte, ist ihr überhaupt nicht recht. Sie hofft jetzt, dass sich doch noch ein Türchen öffnet und sich ein neuer Vorsitzender oder Vorsitzende finden lässt. Ihre ganze Hoffnung setzt Schmied dabei auf die Wehrer Bevölkerung und wohlwollende Signale von dieser.

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Eine externe Besetzung des Vorstandspostens, warum nicht, wenn es intern nicht klappt? Die Awo-Mitglieder und regelmäßigen Besucher der Begegnungsstätte in der Talstraße würden es bedauern, würde Schmied abtreten und die Awo aufgelöst. Für sie sei aber jetzt der Zeitpunkt gekommen aufzuhören. Ganz aus dem Vereinsleben zurückziehen, das möchte Schmied nicht. Dafür sei ihr die Awo zu wichtig. Alles funktioniere und harmoniere gut, auch sei immer noch ein sechsköpfiger Vorstand vorhanden. Für die etlichen treuen Awo-Anhänger (noch 60) wäre es schade, müsste die Begegnungsstätte in der Talstraße schließen. Für viele ist der 14tägige Treffpunkt die einzige Abwechslung ihres Rentnerdaseins.

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Und da hat die Awo bisher vieles geboten. Bei der letzten Begegnung zum Beispiel machte Rainer Hilpert vom Stadtseniorenrat die Anwesenden mit der „SOS-Notfalldose“ bekannt. In all den vergangenen Jahren war immer für Vielfalt im Programm gesorgt. Den Mitgliedern wurden Gymnastik oder Bingo geboten. Regelmäßiger Kaffeeklatsch und ein Abendessen gehörten zu den Standards. Vorträge, Videovorführungen und Feiern zu Ostern und Weihnachten ergänzten das Programm. Weil das alles Geld kostete und nur wenige Zuschüsse flossen, wurden zur Finanzierung aller Ausgaben Wohlfahrtsmarken verkauft und Kuchenverkäufe initiiert. Und selbstverständlich auch die Kosten gestemmt, die die jährlich zu Weihnachten durchgeführte Bescherung in der Wehrer Bürgerstiftung verursachten. Die wird auch 2021 wieder sein, ohne allerdings mit dem üblichen Beiprogramm. Corona lässt ein solches nicht zu. Um das alles weiter zu sichern, hofft die Awo auf externe Unterstützung, damit das leidige Problem um die Führungsperson aus der Welt geschafft werden kann.