In der nächsten Woche beginnt wieder der Ernst des Lebens: Insgesamt 123 Erstklässler und rund 60 Fünftklässler starten neu an den drei Schulen im Wehratal. Die stabilen Anmeldezahlen, die Besetzung der lange vakanten Konrektorposition an der Grundschule Wehr und Öflingen und der nun wieder mögliche Präsenzunterricht sorgen trotz Pandemie für einen positiven Blick ins neue Schuljahr.

Marius Helber ist neuer Konrektor

Seit 2019 werden Realschule und die Grundschule Wehr und Öflingen wieder getrennt geführt. Nun geht die Grundschule einen weiteren Schritt in Richtung eigenes Profil. Seit Herbst 2019 leitet Brigitta Theusz die Grundschule. In diesem Schuljahr konnte die seit zwei Jahren vakante Stelle des Konrektors mit Marius Helber besetzt werden. Der studierte Grundschullehrer unterrichtete zuletzt an der Werkrealschule Baiersbronn und übernahm an diesem Montag seine erste Leitungsposition in Wehr.

Neustart: Seit dieser Woche ist Marius Helber Konrektor an der Grundschule Wehr und Öflingen. Ab nächster Woche soll die Schule in „Grundschule an der Wehra“ umbenannt werden.
Neustart: Seit dieser Woche ist Marius Helber Konrektor an der Grundschule Wehr und Öflingen. Ab nächster Woche soll die Schule in „Grundschule an der Wehra“ umbenannt werden. | Bild: Julia Becker

Da Theusz aktuell aus gesundheitlichen Gründen fehlt, könnte Helber die Rektorin nächste Woche im Gemeinderat bei einer besonderen Sitzung vertreten: Es gilt, die Umbenennung der „Grundschule Wehr und Öflingen“ in „Grundschule an der Wehra“ zu beschließen. Im Sommer waren Vertreter von Schule, Träger und Eltern hierfür zusammengekommen. Ziel war es, ein verbindendes Element und eine Identifikationsmöglichkeit zu schaffen.

60 Anmeldungen für die Realschule

Grund zur Freude gibt es auch an der Realschule – dank stabiler Anmeldezahlen. In der Vergangenheit hatte der Wechsel von Realschule zur Gemeinschaftsschule und zurück für Verunsicherung gesorgt. Im Herbst 2019 konnte die fünfte Klasse mit nur 34 Anmeldungen nur knapp zweizügig beginnen. Mit rund 60 Anmeldungen für dieses Schuljahr (2020: 58) kann nun positiv in die Zukunft geblickt werden.

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Hinsichtlich des Unterrichts will man sich an der Realschule auf die Kernfächer konzentrieren. Während der Sommerferien gab es bereits Förderunterricht, um gezielt Defizite aus der Fernunterrichtzeit aufzuholen. Auch bei der Digitalisierung geht es langsam voran: Ab diesem Schuljahr gibt es an der Realschule ein digitales Klassenbuch. Dies ermögliche gezielte Auswertungen zu einzelnen Schülern und schütze die vertraulichen Daten zudem vor neugierigen Blicken, erklärt Schulleiterin Petra Thiesen.

Zwei neue Lehrer an der Talschule

Auch an der Talschule gibt es gute Nachrichten. Zwei neue Lehrkräfte darf Schulleiterin Sonja Dannenberger begrüßen, dazu gibt es Unterstützung durch einen FSJ-ler. Die musischen AGs wie Flöten, Trommeln und Keyboard sowie die beiden Chöre dürfen ab der zweiten Schulwoche wieder stattfinden, so Dannenberger: „Weitere Nachmittagsangebote sind in Planung.“

Coronaschutz und Präsenzunterricht

Ab diesem Schuljahr gilt wieder Anwesenheitspflicht. Heimunterricht ist nicht vorgesehen, nur mit einem Attest darf man der Schule fernbleiben. An allen Schulen in Baden-Württemberg gilt weiterhin die indirekte, inzidenzunabhängige Testpflicht für ungeimpfte Schüler sowie das Personal. „Zwei Mal pro Woche muss sich jeder an der Schule Beteiligte testen, sollte man nicht geimpft oder genesen ist“, erklärt dazu Sonja Dannenberger. Bei den Grundschülern wird der Test von den Eltern durchgeführt.

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„Am Montag wird wegen der Urlaubsrückkehrer bei uns in einem Testraum getestet“, erklärt Petra Thiesen. Im Anschluss werden die Schnelltests jeweils Montags und Donnerstags im Klassenzimmer durchgeführt. Im Fall einer durch PCR-Test bestätigten Infektion muss die Klasse aber nicht mehr in Quarantäne. Stattdessen wird die gesamte Klasse für mindestens fünf Tage täglich getestet. Thiesen: „Für den 23. September haben wir den Impfbus bestellt. Alle Schüler ab zwölf Jahre können sich mit Einverständnis der Eltern impfen lassen.“

Trotz aller Herausforderungen freut sich die Schulleiterin über den Präsenzunterricht: „Die Zeit daheim war für die Kinder nicht schön, es fehlte einfach die direkte Ansprache.“ Gerade schwächere Schüler bräuchten den direkten Kontakt, um gezielt gefördert zu werden. „Darum werden wir alles versuchen, um den Präsenzunterricht zu ermöglichen. Präsenz ist durch nichts zu schlagen“, sagt Thiesen.