Mit Handschuhen, Greifzangen, Leiterwagen und natürlich den obligatorischen Gesichtsmasken ausgestattet, haben rund 20 Bürger am Samstag die Stadt Wehr vom Müll befreit. Aufgerufen zu dieser Aktion hatte der Wehrer Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen. Bei einem Online-Treffen sei die Idee entstanden, erklärte Initiator Michael Bauder. Und sie stieß bei den Grünen und deren Bekannten gleich auf Resonanz; auch die Vorsitzende des Stadtseniorenrates, Susanne Andres, beteiligte sich an der Aktion.

Die Teilnehmer waren einerseits froh, nach all den Treffen im virtuellen Raum sich auch wieder einmal in der analogen Welt zu begegnen, auch wenn das bei einer Stadtputzete übliche Abschlusstreffen coronabedingt ausfallen musste. Zum anderen wird die Vermüllung der Umwelt nicht nur von den Teilnehmern, sondern auch von der Stadt als ein Problem gesehen. Die Verwaltung unterstützte die ehrenamtlichen Müllsammler, indem sie Handschuhe und Müllsäcke bereitstellte, und der Bauhof übernahm die Entsorgung der unschönen „Funde“. Zumal eine offizielle Stadtputzete aufgrund der Pandemiesituation auch in diesem Jahr nicht stattfinden kann.

Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen zogen die Helfer, oft mit Kindern und Hunden, zwei Stunden lang durch die Stadt und suchten die Plätze auf, die der Reinigung bedurften. „Zum Beispiel findet man beim Storchensteg immer wieder Müll“, so Michael Bauder, und ein Ärgernis seien auch die Zigarettenkippen auf den Spielplätzen. Beim Treffpunkt, dem Ludingarten, war die Umwelt aber noch recht sauber. „Es liegt ja gar nicht so viel herum“, meinte ein Teilnehmer. Das hing wohl auch damit zusammen, dass die Schüler der Talschule Ende März die Parks, Grünanlagen und Spielplätze im Rahmen des Unterrichtsthemas „Müll und Umwelt“ gesäubert hatten. In Öflingen wird sich demnächst ebenfalls eine Gruppe zur Stadtputzete treffen.

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