In seiner Sitzung beschäftigte sich der Wehrer Gemeinderat unter anderem auch mit dem Hallenbad, dem Breitbandausbau und Veranstaltungen zu Corona-Zeiten.

Mehr Badebetrieb

Die Rechnung für die Wehrer Schwimmbäder ging auch 2020 auf: Zwar brachte diese Sparte des Eigenbetriebs einen Verlust von 591.000 Euro, doch das Wasserwerk mit einem Plus von 112.000 und vor allem die Beteiligungen an Energieunternehmen konnten mit einem Gewinn von 464.000 Euro eine fast ausgeglichene Bilanz für den Eigenbetrieb schaffen. Nachdem in diesem Jahr die Lüftungsanlage und die Elektrik im Hallenbad aufwändig saniert wurden, sind für das kommende Jahr nur noch kleine Investitionen in die Instandhaltung geplant.

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Dafür stehen Veränderungen beim Wasserwerk ins Haus: Bereits im Oktober wurde ein Strukturgutachten in Auftrag gegeben, um eine zukunftsfähige Strategie für den städtischen Betrieb zu finden. Ähnlich wie bereits bei der Kläranlage soll es auch hier in Richtung eigene Energieversorgung etwa durch Photovoltaik gehen. „Wir wollen uns neu aufstellen, auch in Hinblick auf die energetischen Ausrichtung“, so Bürgermeister Michael Thater. Das letzte Gutachten dieser Art wurde Ende der 80er Jahre erstellt. Erneut brachte Stadtrat Mathias Scheer für die Freien Wähler die Nutzung des Hallenbads auch immer Sommer ins Gespräch. Hierfür kündigte Rechnungsamtsleiter Erich Götz eine Kostenaufstellung als Diskussionsgrundlage an. Als größeres Hindernis als die Betriebskosten sah Götz allerdings der Mangel an Fachpersonal für den parallelen Betrieb der beiden Bäder.

Breitbandausbau in den Startlöchern

Die Lagerfläche neben dem Hemmet-Outletcenter ist fast fertig hergerichtet, die Arbeiten an den Hausanschlüssen sollen nächste Woche beginnen. Zusammen mit dem Haushaltsplan für das kommende Jahr hatte die kaufmännische Leiterin des Eigenbetriebs Breitband Marianne Hirz einiges Erfreuliches im Fachausschuss zu berichten. Für den ersten Bauabschnitt im Hölze haben sich mit 95 Prozent fast alle Anwohner für den kostenfreien Hausanschluss entschieden. „Das ist ein sehr großer Erfolg“, freute sich Bürgermeister Michael Thater.

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Bedauerlich sei, dass von den eigentlichen 90 Prozent Zuschuss zu den Gesamtkosten in Höhe von 20 Millionen Euro nur 76 Prozent Förderung übrig bleiben würden: Die Pachteinnahmen müssen von der Stadt an Bund und Land zurück überwiesen werden. „Das ist ein beliebtes Spiel, dass doch wieder mehr an den Kommunen hängen bleibt.“ Der Ausbau solle nun zügig voran gehen, 2022 soll Wehr auch an die große Hauptleitungen der Backbones Waldshut und Lörrach angeschlossen werden. Das städtische Breitband wird überall dort verlegt, wo keine oder eine sehr schlechte Internetanbindung vorliegt. Aktuell wird mit den Hausanschlüssen begonnen, weil Baumaterial für die Leitungen in den Straßen noch knapp ist. 2022 sollen die Bereiche Hölze, Enkendorf und Meierhof ausgebaut werden, 2023 folgen Breitmatt, Stadtmitte und Zelg. Die Fertigstellung ist für 2024 geplant.

Neujahrsempfang ist abgesagt

Nach dem Nikolausmarkt wird auch der Neujahrsempfang von Stadt und Servicegemeinschaft in der Stadthalle Anfang Januar nicht stattfinden. Dies teilte Bürgermeister Michael Thater am Rande des Verwaltungs- und Finanzausschusses mit. Grund für die Absage ist die aktuelle Pandemielage. Noch im Gespräch sei das Neujahrsklavierkonzert am 9. Januar mit Georgi Mundrov, aber: „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden wir auch das Konzert absagen,“ so Thater.