Der Schwarzwaldverein kann im kommenden Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiern. Der Blick des Vorstandes ist bereits auf das Jubiläum gerichtet, ein möglicher Termin – Mitte des Jahres – ist ausgemacht. Was sich letztendlich durchführen lässt, wird im Wesentlichen davon abhängen, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt, so die Vorsitzende der Wehrer Ortsgruppe Manuela Ramsteiner: „Dass wir feiern wollen, steht außer Frage, ob wir es auch können, ebenfalls.“ Der Vorstand will sich in den nächsten Sitzungen näher mit dem Jubiläum befassen und so nach und nach dann auch Details des Programms festlegen.

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Tafeln neu lackiert

Dass der Ortsgruppe etwas bevorsteht, zeigt sich an verschiedenen Vereins-Infotafeln in der Stadt. Diese wurden in den vergangenen Wochen und Monaten teilweise neu lackiert. Auch Wegmarkierungen sowie Richtungsanzeiger sind gesäubert worden, ebenso Ruhebänke und Biotope.

Wegwarte haben viel zu tun

„Unsere Wegwarte haben laufend zu tun, um alles in Ordnung und in Schuss zu halten“, so Ramsteiner. Ein 85 Kilometer langes Orts-Wegenetz hat die Ortsgruppe zu betreuen. In Wehr fällt der besonders hohe Anteil an hölzernen Infotafeln und Wegweisern auf. Diese Vielzahl war gewollt und wurde vor Jahren von Vorstandsmitgliedern und Helfern der Wehrer SV-Ortsgruppe unter Leitung des ehemaligen Ersten Wegewartes Heinz Baack geschaffen.

Rückblick auf vergangene Jahre

Baack selbst hat die meisten Beschriftungen – im wesentlichen Gravuren – vorgenommen. Baack, 18 Jahre im Amt und später zum Ehrenmitglied ernannt, war ein durch und durch mit der Natur verbundener Mensch, fleißiger und überall einsetzbarer Helfer. Baacks große aktive Zeit lag in den Jahren, in denen die OG-Vorsitzenden Karl-Heinz Pohle, Rudolf Kramer und Klaus Jenne hießen. Das war Ausgangs des vorigen Jahrhunderts gewesen. Da zählte die Ortsgruppe stolze 1300 Mitglieder.

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Auch wenn dieser große Vereinsidealist schon längst verstorben ist, seine Einsätze für den Verein sind in dankbarer Erinnerung geblieben. Im kommenden Jahr, wenn die örtliche Wandergruppe ihr 125-jähriges Bestehen mit der Bevölkerung und auswärtigen Wanderfreunden feiern will, sollen alle Wege, Ruhebänke, Beschilderungen und Biotope in perfektem Zustand vorfinden, wie man es in Wehr gewohnt ist.

Auch die Infotafel am Waldlehrpfad am Fuße des Waldberges erstrahlt in neuem Glanz.
Auch die Infotafel am Waldlehrpfad am Fuße des Waldberges erstrahlt in neuem Glanz. | Bild: Hansjörg Bader

Idee setzt sich schließlich durch

Es war für Baack und den damaligen OG-Vorstand nicht leicht gewesen, die Idee mit den hölzernen Beschriftungen beim Freiburger Hauptverband durchzusetzen. Dieser störte sich am Wehrer Alleingang. Hatte der sich doch zum Ziele gesetzt, die Harmonisierung der Beschilderungen aus Metall im gesamten Schwarzwald voranzutreiben und zum Abschluss zu bringen.

Die Wehrer Ortsgruppe konnten sich mit ihrem Beschluss aber schließlich durchsetzen und das örtliche Wandernetz ganz nach eigenem Gusto beschildern. Karl Heinz Pohle, in jenen Jahren Gau-Wegewart, hatte seinen Einfluss in Freiburg geltend gemacht und die dortigen Mitglieder im Vorstand überzeugen können, dass aus Holz gefertigte Schilder und Tafeln bestimmt nicht die schlechteste Lösung sind und allemal besser zum Schwarzwald passen als jene aus Metall.

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