Die Badestelle und Liegeweise in Brennet bleiben zum Schutz der Bevölkerung gesperrt, so Ordnungsamtsleiter Stefan Schmitz. Die wiederholte Missachtung dieses Verbotes könne zu einer dauerhaften Sperrung des Rheinzugangs ähnlich wie in Schwörstadt führen.

Schon 2500 Meter Flatterband von Unbekannten entfernt

„Es hat sich nichts geändert, leider herrscht aber immer noch Unverständnis“, so Ordnungsamtsleiter Stefan Schmitz. Jeden Morgen werde die Badestelle wieder mit Flatterband abgesperrt, welches abends dann von unverständigen Bürgern wieder abgerissen werde – fast zweieinhalb Kilometer Band wurden so bereits verbraucht. Die im Internet kursierenden Gerüchte einer Wiedereröffnung seien falsch, so Schmitz: „Eine Öffnung würde über den Wehratalkurier und die Tagespresse bekannt gegeben.“ Das Verbot durchzusetzen ist schwierig: „Ich sorge mich um meine Mitarbeiter“, so Schmitz. Bei 100 bis 200 Badegästen würde auch ein Streifenwagen als Unterstützung nicht ausreichen. „Auf der einen Seite beschweren sich Bürger über Sachbeschädigungen wie kürzlich beim Kindergartengrillplatz, auf der anderen Seite feiert man sich dafür, die Absperrung wegzureißen“, so Schmitz.

Stadt fürchtet dauerhafte Schließung

Dieses Verhalten, genauso wie der Protest in Form einer Petition könne nach hinten losgehen, warnt Schmitz: „Es ist möglich, dass der Rheinzugang dauerhaft geschlossen wird, wie bereits in Schwörstadt.“ Dort hatte das übergeordnete Regieriungspräsidium eine Schließung des Rheinschwimmbads veranlasst. Der beliebte Platz in Brennet wird bislang nur als „Grillstelle mit Rheinzugang“ geführt. Eine offizielle Badestelle sei aus versicherungstechnischer Sicht nicht möglich. Darum müsse es noch nicht mal eine bestätigten Ansteckung in diesem Bereich geben – bei einer Anordnung von höherer Stelle seien der Stadt die Hände gebunden. „Das ist das Letzte was wir wollen. Unser Ziel ist es, den Rheinzugang zu erhalten und nächstes Jahr wieder zu öffnen“, so Schmitz.