Ein 16 Meter hohes Hochregallager soll im Gewerbegebiet Finsterbach im Wehrer Süden errichtet werden. Das notwendige Grundstück hat das bislang in Waldshut ansässige Transportunternehmen Sara bereits erworben, mit einer Bebauungsplanänderung will der Gemeinderat nun den weiteren Weg ebnen. Denn nach dem noch gültigen Plan ist eine Bebauung nur bis maximal zehn Meter Höhe möglich. Damit dem Unternehmen noch etwas Spielraum bleibt, soll die Bauhöhe auf maximal 17 Meter festgesetzt werden. Nach Ansicht der Stadtverwaltung fügt sich die geplante Halle aufgrund der topographischen Lage auch in dieser Höhe in die Umgebung ein. Auf Anregung von Stadtrat Christoph Schmidt (Freie Wähler), soll die Maximalhöhe mit Rücksicht auf die Nachbarbebauung abgestuft werden.

Den Grundstücksverkauf der 6300 Quadratmeter großen Gewerbefläche, die zwischen einem Autoverwertungsbetrieb und dem Fliesengeschäft Mattes liegt, hatte der Gemeinderat bereits im Juli in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Bislang nutzte ein Tiefbauunternehmen das Grundstück als Lagerfläche. Wie Bürgermeister Michael Thater nun anmerkte, sei bereits im Juli ausführlich über das Für und Wider der Ansiedlung des Logistikunternehmens diskutiert worden. Dennoch sorgte die nun angestoßene Bebauungsplanänderung für eine neuerliche Diskussion. Stadtrat Mathias Scheer (Freie Wähler) äußerte seine Zweifel, ob ein Logistikunternehmen die richtige Nutzung für die Gewerbefläche sei, die quasi als Sackgasse in den Gewerbegebiet ende. Michael Thater hielt die Sorge zwar für berechtigt, die Einfahrt zu dem Gewerbegebiet sei nicht ganz unproblematisch, so Thater. In Gesprächen mit der Verkehrsbehörde im Landratsamt Waldshut sei man aber zum Ergebnis gekommen, dass es funktioniere. „Die Einwände wurde geprüft und abgeräumt“, so Thater.

Scheers Fraktionskollege Christoph Schmidt legte den Fokus nicht auf den rollenden, sondern auf den ruhenden Verkehr: Er befürchtet nämlich, dass sich das Gewerbegebiet zu einem Parkplatz für pausierende Brummi-Fahrer entwickeln könne. Hier müsse die Stadt ein besonderes Augenmerk darauf werfen und gegebenenfalls auch entsprechende Festsetzungen im Bebauungsplan nutzen. Der Bebauungsplanentwurf wird nun für einen Monat öffentlich ausgelegt.

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