Eine Woche frische Luft, Gemeinschaft und ein bisschen Abenteuer gab es letzte Woche für mehr als 70 Kinder und Jugendliche der Wehrer Pfadfinder. Der Pfadfinderstamm St. Bernhard hatte zum Zeltlager auf dem Dinkelberg geladen und sich dabei weder von Regenwetter noch von Corona-Auflagen die Laune verderben lassen.

Zusammenarbeit: Die Jungpfadfinder hissen ihr Banner zusammen mit den Leitern Jonathan Pedersen, Matthias Blech, Rebecca Müller und Nico Nehls (links im Bild).
Zusammenarbeit: Die Jungpfadfinder hissen ihr Banner zusammen mit den Leitern Jonathan Pedersen, Matthias Blech, Rebecca Müller und Nico Nehls (links im Bild). | Bild: Sebastian Fricker

„Anstelle von einem großem Zeltlager haben wir uns in diesem Jahr aufgeteilt – sonst ist es eigentlich wie immer,“ freut sich Mitorganisator Sebastian Fricker. Es gibt vier Jugendgruppen der Pfadfinder, von den Wölflingen im Grundschulalter bis zu den jugendlichen Rovern im Alter von 16 bis 20. „Wir haben ein Zeltlager Richtung Enkendorf und ein weiteres Höhe Öflingen“, erklärt Fricker. Die 16 Jungpfadis und Pfadis im Alter von 12 bis 16 Jahren kampieren in einem eigenen Lager, die 14 erwachsenen Pfadfinder haben mit dem eigenen noch nicht schulpflichtigen Nachwuchs ein eigenes Lager aufgeschlagen. In der Hütte St. Raphael in Todtmoos-Au dürfen die Wölflinge das Übernachten ohne Eltern in diesem Jahr erst mal ausprobieren. „Es gab ja wegen Corona kaum Gruppenstunden in denen man sich kennen lernen konnte. Darum sind die Kinder die ersten Tage nur tagsüber gebracht worden und übernachten am Wochenende das erste Mal“, erklärt Fricker.

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Für alle gleich gilt es aber anzupacken: Beim Zeltaufbau genauso wie bei den Mahlzeiten. „Es gibt jeden Tag ein Programm: kleine Ausflüge, Pfadfinderausbildung, Pizzabacken oder auch eine längere Wanderung“, so Fricker. Treu geblieben sind sich die Wehrer Pfadfinder hinsichtlich ihrer Kreativität: 2018 errichteten sie eine imposante Wikingerstadt, beim Schlössle in Flammen 2017 und 2019 gab es ein großes Fest in der Wehrer Burgruine. In diesem Jahr werden die Hügel des Wehratals zur Filmkulisse: Die Pfadfinder drehen „Das Geheimnis des Wehratals“.

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Die Kinder schrieben selbst die Drehbücher, tagsüber wird gedreht und auch selbst geschnitten. Insgesamt entstehen so vier Kurzfilme, die man sich am Samstag Abend zusammen in der Gruppe anschaute. „Wir hätten natürlich gerne einen großen Kinoabend gemacht. Aber vielleicht geht das später, eventuell beim Adventsabend zusammen mit den Eltern“, so Fricker. Für ein paar abenteuerlustige Pfadfinder wird der Spaß aber noch noch eine Woche weitergehen: „Unsere Rover sind Richtung Nordsee unterwegs, mit Karten, Lebensmitteln und Schlafsack. Wir wissen nicht, wo sie genau und freuen uns auf den Reisebericht!“ so Fricker.

Pfadfinder in Wehr

Der Pfadfinderstamm Sankt Bernhard Wehr wurde 1954 gegründet und hat über 100 Mitglieder. Die Kinder und Jugendlichen sind in vier Stufen eingeteilt: Wölflinge (6- bis 10- Jährige), Jupfi (9- bis 13-Jährige), Pfadis (12- bis 16-Jährige) und Rover (15- bis 20-Jährige). Neben den wöchentlichen Treffen findet einmal im Jahr ein zweiwöchiges Pfadfinderlager statt. Die Pfadfinder sind christlich geprägt, aber offen für alle Glaubensrichtungen. Weitere Infos im Internet (www.dpsg-wehr.de) sowie auf Facebook und Instagram.