Ostern ohne festliche Auferstehungsfeier begehen zu müssen, ist für viele Katholiken ein nahezu unfassbarer und unvorstellbarer Zustand. Und dennoch ist dieser der gegenwärtigen Situation geschuldet. Die Corona-Pandemie, in der wir uns momentan und noch bis auf unvorhersehbare Zeit befinden, duldet keine Kompromisse.

Die Einschränkungen und getroffenen Vorsichtsmaßnahmen müssen konsequent eingehalten werden, insbesondere auch von den Kirchen, die ja meist Versammlungsort für viele Menschen sind. Deshalb ist jetzt Distanz angesagt und das Abhalten von gemeinschaftlichen Gottesdiensten sogar verboten.

Noch vor einem Jahr konnte die SE Wehr die Osternacht mit vollem Gotteshaus feiern. Diesmal bleibt die Kirche zu.
Noch vor einem Jahr konnte die SE Wehr die Osternacht mit vollem Gotteshaus feiern. Diesmal bleibt die Kirche zu. | Bild: Hansjörg Bader

Palmzweige zum Mitnehmen

Was erlaubt ist, bieten die Katholiken dennoch an: So etwa am vergangenen Palmsonntag die Segnung von Palmzweigen durch Stadtpfarrer Matthias Kirner, die in der Kirche zur Mitnahme ausgelegt worden sind. Traditionell werden sie von den Gläubigen zum Schmuck des Herrgottswinkels in der heimischen Wohnung mitgenommen um Unheil und Krankheit von Menschen sowie Tieren abzuwenden.

Das könnte Sie auch interessieren

Für Karsamstag wird der Ablauf der Osternachtfeier in Papierform an den Schriftenständen der Kirchen aufgelegt, ebenso Osterkerzen im Becher und Osterbildchen zum Mitnehmen. Wenn dann in der Osternacht festliches Glockengeläut die Auferstehung Jesu kündet, so können die Kerzen zuhause angezündet und im häuslichen Gebet das Fest der Auferstehung mitgefeiert werden.

Besonders für die Erstkommunionkinder und alle Familien wurden bunte Ostermaterialien mit Bastelvorlagen und Memories erarbeitet. Sie stehen zum Downloaden auf der Homepage der Seelsorgeeinheit wie auch in allen Kirchen zur Abholung bereit. Auch in der Karwoche werden die Kirchenglocken täglich um 19 Uhr zum Gebet einladen und darum bitten, eine Kerze als Licht der Hoffnung an die Fenster zu stellen. Lediglich am Karfreitag werden die Glocken in Anbetracht der Todesstunde und der Grabesruhe Jesu schweigen.