Die ruhige Atmosphäre im Jugendhaus ist für das Upcycling-Angebot beim Ferienprogramm ideal gewesen. Drei Jungen und 15 Mädchen hatten den ganzen Nachmittag Zeit, ihr handwerkliches und gestalterisches Können zu üben. Die erste Erkundung des Jugendhauses war ebenso spannend. Draußen unter einem großen Pavillon hatten Marion Steinmann und Daniela Robel die Utensilien bereits vorbereitet. Große Blechdosen, Milchtetrapacks und allerhand Dekovorlagen aus den Fachzeitschriften lagen parat.

Eigene Fantasie ist Trumpf

Upcycling ist eine gute Betätigung bei künstlerischer Ader: „Wenn schon ein Vogelhäuschen, dann soll‘s auch schön sein“, sagte eine Teilnehmerin. Der Tipp, auf dezente Farben aus der Natur zu setzen, war nichts für sie. Schließlich sollen die Vogelfutterstationen später im heimischen Garten hängen. Pink, Rot und Lila waren beim Anmalen favorisiert. Als Farbkasten dienten die sauberen, ausgedienten Glasdeckel, die mit den gewünschten Farben aus der Tube aufgefüllt wurden.

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An Pinseln fehlt es im Jugendhaus nicht, auch die praktischen kleinen Helfer für den Nachwuchshandwerker sind vorhanden. Für das Insektenhotel waren gebohrte Löcher in Holzresten noch nötig, da kam Streetworker Jochen Steinmann zum Einsatz. Er bohrte in die gewünschten Hölzer. „Das soll schon etwas tiefer für die Schlupfwespen sein.“ Erst wurden die Dosen bemalt, dann mit hohlen Bast- und Bambusröhrchen bestückt und zentral um die Holzreste geordnet. Deko war auch dabei angesagt. Kurzerhand sind um das Insektenhotel noch Bienenflügel aus Plastikumverpackung angeklebt worden. Die Aktion Upcycling war beliebt. „Kann ich noch gebrauchen“, den Spruch, der gerne vom Opa kommt, beherzigen jetzt auch die Kleinen.