Die für diesen Mittwoch geplante Wiedereröffnung des Wehratals wurde aufgrund eines weiteren absturzgefährdeten Felsblocks kurzfristig verschoben. Das Landratsamt Waldshut als zuständige Straßenverkehrsbehörde machte seine Entscheidung  um 16 Uhr öffentlich.

Über die voraussichtliche Dauer der Sperrung gibt es keine Angaben.

Was war passiert?

Im Wehratal war es am 23. September auf der L 148 zu einem Felssturz gekommen. Nach umfangreichen Felsräumarbeiten war vorgesehen, die Straße heute wieder für den Verkehr freizugeben. Am Dienstag, 18. Oktober, stellte sich jedoch laut Landratsamts heraus, dass ein weiterer großer Felsblock absturzgefährdet ist.

Nach einer weiteren Begutachtung am Mittwoch durch das Landesamt für Geologie stelle der rund 50 Kubikmeter große Fels eine akute Gefahrenlage dar. Das Landesamt für Geologie habe daher die für 19. Oktober geplante Wiederöffnung ausgeschlossen.

Wie geht es nun weiter?

Die Landes-Geologen würden nun in einem Gutachten Maßnahmen zur Sicherung des Felsblocks ausarbeiten und der Straßenbauverwaltung vorlegen, teilt das Landratsamt mit. Zeitgleich würden die Belange des Natur- und Artenschutzes geklärt.

Im Anschluss könne mit der Sicherung des absturzgefährdeten Felsen an der Landesstraße begonnen werden. Über die weiteren Schritte und die Dauer der Sperrung will das Landratsamt unterrichten.

Vergleich mit dem Albtal liegt nahe

Die andauernde Sperrung des Wehratals ruft sofort die Zustände im Albtal in Erinnerung. Hier war am 26. Mai 2015 die L 154 gesperrt worden, weil die Felskulisse oberhalb der Fahrbahn nach Einschätzung der Geologen absturzgefährdet ist. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurde weder die Straße freigegeben, noch begannen irgendwelche Sanierungsarbeiten.

Eine Sanierung würde nach Einschätzung des Verkehrsministeriums mindestens 20 Millionen Euro kosten und etwa fünf Jahre Bauzeit erfordern.

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