Die Wehrer Ausgabestelle der Tafel bekommt im Keltenweg ein neues Zuhause und so wie es aussieht, öffnet die Anlaufstelle für bedürftige Menschen schon in zwei Monaten ihre Türen. „Wir sind ab dem ersten September betriebsbereit“, konnte Caritas-Sozialdienstleiter Bernhard Gampp beim gestrigen Pressegespräch verkünden.

Somit kann der Tafelladen an seinem neuen und größeren Standort ganze zwei Monate früher seine Kunden willkommen heißen, als ursprünglich geplant. Was für den perfekten Start im Bündtenfeld noch fehlt, sind zusätzliche ehrenamtliche Mitarbeiter. „Hier würden wir uns vor allem auch jüngere Menschen wünschen“, unterstrichen Bürgermeister Michael Thater und Martin Riegraf, der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Hochrhein.

Seit es die Tafel in Wehr gibt, habe sich das Team der Ehrenamtlichen kaum verändert. Damit die Tafel nach ihrem Umzug auch langfristig gut funktioniert, hoffen die Verantwortlichen, dass die Suche nach neuen Helfern ebenso gut vorangeht, wie er Umbau selbst.

Nachdem im Mai der Gemeinderat geschlossen für die Unterbringung des Tafelladens in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche gestimmt hat, sind dort die Maßnahmen Schlag auf Schlag erfolgt: Die Sanitäranlagen, die Elektrik, ebenso wie die Bodenbeläge sind komplett renoviert worden. „Eigentlich musste alles neu gemacht werden, bis auf die Fenster“, so Gampp, der gemeinsam mit dem Handwerk-Allrounder Cosmin-Alin Rugea ein Großteil der erforderlichen Baumaßnahmen in die Hand genommen hat.

Einige Arbeiten stehen noch an

In den Wochen bis zur Eröffnung stehen nun noch zwei wesentliche Arbeitsschritte an: An der westlichen Wand wird aus Brandschutzgründen eine Fluchttür eingebaut und der Eingang soll mit einer mobilen Rampe barrierefrei werden. Außerdem fehlt es noch an Inventar. „Wir brauchen Stühle und insbesondere Regale“, betonte Gampp, der diesbezüglich auf die Unterstützung von Sponsoren und Spendern hofft.

Die künftige Tafelausgabestelle entspricht somit nicht nur den modernen wohnlichen Standards, sondern erfüllt auch die Anforderungen, die allgemein für Lebensmittelläden – und folglich auf für Tafelläden – gelten. „Das müssen wir gewährleisten“, machte Martin Riegraf deutlich. Denn ein Tafelladen sei eigentlich mehr, als einfach nur ein Laden: „Tafeln haben viele Gewinner. Tafeln stiften Solidarität zwischen den Ehrenamtlichen und den Kunden, die sich Dank der Tafel ein bisschen was mehr leisten können.“