Bei einem luftig-coronasicheren Außentermin besuchte eine Delegation der Wehrer SPD am Freitag Nachmittag die Bienen von Rolf Gut. Der Vorsitzende des Imkervereins Wehratal gab einen Einblick in das Leben der Bienen und die Arbeit als Imker, inklusive der damit verbundenen Herausforderungen. Aktuell im Bau ist ein Lehrbienenstand, um auch dem Nachwuchs das wichtige Insekt nahezubringen.

„Kürzlich war Tag der Bienen, dadurch sind wir auf das Thema aufmerksam geworden“, erklärte Imma Annecke-Hein. „Ich habe Kontakt mit dem Imkerverein aufgenommen und wir sind direkt eingeladen worden“, freute sich SPD-Stadträtin Karin Gallmann. Der Weltbienentag am 20. Mai wird von den Vereinten Nationen ausgerufen, um auf die wichtige Rolle der Biene als Bestäuberin aufmerksam zu machen.

„Rund 75 Prozent der Pflanzen werden von Honigbeinen bestäubt“, erklärte dazu Rolf Gut. Der Ertrag durch die Arbeit der fleißigen Insekten belaufe sich auf 2,3 Milliarden Euro jährlich, allein in Deutschland. Doch die Biene hat es schwer: Nach den Problemen mit Spritzmitteln und der Varroamilbe setzten ihr das Wetter und das knappe Nahrungsangebot zu. „Die Biene fliegt erst bei zehn bis elf Grad“, erläuterte Gut dazu. Bei starkem Regen bleibe sie ebenfalls lieber im Kasten. Der kalte April und das beständige Regenwetter sorgte darum bereits jetzt dafür, dass die Imker mit Zuckerwasser zufüttern müssen. Seit 1905 organisieren sich die Imker bereits im Verein, aktuell betreuen 45 Imkerinnen und Imker 220 Bienenvölker. „Manche haben nur drei, andere 15 bis 20 Völker“, so Gut.

Auf dem Dinkelberg mit seinen vielen Wiesen sei es um das Nahrungsangebot noch recht gut bestellt. „Wichtig ist aber, dass man die Wiesen nicht zu oft mäht“, so der Appell des Imkers. Denn besonders von Blumenwiesen profitieren die Bienen, weniger von Zierpflanzen. Forsythie und Geranie bieten kaum Nahrung, besser sei eine Brennsesselecke oder auch ungefüllte Rosen. „Etwas weniger deutsche Gründlichkeit und das Gras auch mal stehen lassen hilft viel“, so Imma Annecke-Hein. Die vielen Informationen zur Biene wollen die Imker zukünftig mit einem Lehrbienenstand auch Kindergärten und Schulen nah bringen. Ein Projekt, für das es vom SPD-Ortsverein viel Lob gab. Der Stand mit gläsernem Bienenkasten soll in rund drei Wochen bereit sein

Der SPD-Ortsverein Wehr hat knapp 40 Mitglieder. Geleitet wird er von Kurt Wenk, Stellvertreter ist André Langbein. Im Gemeinderat ist die SPD Wehr durch Karin Gallmann, Kurt Wenk und André Langbein vertreten. Weiter Informationen unter www.spd-wehr.de.