Auf dem Schulhof auf der Zelg strahlt die Sonne in sattem, leuchtendem Gelb. Aber nicht, weil sie sich in den vergangenen Sommertagen von ihrer besten Seite präsentiert hat. Vielmehr ist das bildlich zu verstehen: Seit vergangenem Samstag bringt auf den sonst trist grauen Asphalt des Schulhofs zwischen dem Grundschul- und dem Realschulgebäude eine riesige, aufgemalte Sonne Licht in den wieder angelaufenen Schulalltag der Grundschüler.

Es ist zugleich das erste sichtbare Zeichen, das der neu gegründete Förderverein für die Grundschule auf der Zelg gesetzt hat. „Wir wollten dieses Schuljahr unbedingt ein Projekt machen, mit dem wir den Schulhof verschönern können“, erklären die Vorstandsmitglieder Jessica Fleischer und Andrea Thoma. Mit tatkräftiger Unterstützung der anderen Mitglieder und ihren Kindern, griffen die beiden zu Pinsel und Spraydose und schufen so mit relativ wenigen Mitteln einen kinderfreundlichen Ort auf dem geteerten Platz.

Neben der großen Sonne, dürfen sich die Kinder seit dieser Woche außerdem über einen aufgemalten Hüpfparcours, einen Bewegungsparcours und neuen Spielfeldmarkierungen auf dem Schulgelände freuen. „Hier können die Kinder mit zwei Mannschaften Fußball oder so gegeneinander spielen“, erklären Thoma und Fleischer.

Den engagierten Frauen schweben indessen noch viele weitere Ideen vor, wie sie das Schulleben auf der Zelg bereichern und auch verschönern können: „Wir wollen für die neuen Erstklässler Warnwesten für den Schulweg besorgen und wir würden gerne eine Vogelnestschaukel anschaffen.“

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Allerdings sei die Umsetzung auch immer eine Frage der finanziellen Mittel. „Wir finanzieren uns durch Mitgliedsbeiträge und Spenden“, erläutern die Beiden. Ein geplantes Sommerfest musste Corona-bedingt abgesagt werden – die Unterstützung der Wehrer sei aber da, wie sich bei der neuesten Aktion zeigte. „Die Markierungsfarbe für heute haben wir Dank einer großzügigen Spende einer örtlichen Baufirma bekommen“, freuen sich Thoma und Fleischer.

Somit zeigt sich für den Förderverein selbst nach nur wenigen Monaten, dass die Initiative den Verein zu gründen die richtige war. „Wir wollen uns explizit für die Interessen der Grundschüler einsetzten“, betonen Fleischer und Thoma, „und das geht einfach leichter, wenn wir als Verein auftreten.“